Anders als bei bisherigen Live-Übertragungen von Kunstausstellungen, Performances, Musik und Tanz wird es kein Publikum in der "realen Welt" geben, kündigte Tate-Modern-Direktor Chris Dercon am Donnerstag an.
Die Reihe soll im kommenden März mit dem französischen Choreographen Jerome Bel beginnen, anschließend sollen sowohl etablierte als auch Nachwuchs-Künstler folgen. Dabei werden Kunstaktionen aus einem realen Raum per Kamera live ins Internet übertragen. Gesponsort wird das "Tate Live" genannte Projekt vom deutschen Autobauer BMW.
Museen müssten neue Wege gehen, um in der digitalen Welt Bestand zu haben und künftige Generationen zu fesseln, sagte Dercon. "Das Museum ist ein Massenmedium." Daher müsse man Lösungen für die Zukunft finden. Schon jetzt zähle die Internetseite der Tate Modern jährlich rund 20 Millionen Besucher, 60 Prozent davon aus dem Ausland.
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