Ein weiteres heißes Wochenende steht bevor – und damit wieder ein Ansturm auf das kühle Naturparadies Höllental bei der Rax (NÖ). Wildparker werden jetzt besonders ins Visier genommen, um ein Parkraumkonzept für das kommende Jahr auszuarbeiten – mit Parkgebühren und mit Ausdehnung von Kurzparkzonen.
Der Besucheransturm im Höllental bereitet den Gemeinden Reichenau und Schwarzau im Gebirge, Bezirk Neunkirchen, zunehmend Kopfzerbrechen. Nach einem Gespräch mit der Bezirkshauptmannschaft, der Polizei, dem Land NÖ, der Straßenverwaltung und dem Tourismusverband sollen nun verstärkt Kontrollen durchgeführt werden.
Auslöser sind Bilder von völlig überfüllten Park- und Badeplätzen, zurückgelassenem Müll und gefährlichen Situationen entlang der Straße. „Das bereitet uns große Sorgen – schließlich geht es um die Lebensqualität unserer Bürger und den Schutz dieses einzigartigen Naturraums“, so Michael Sillar, Vizebürgermeister von Reichenau.
Was alles kontrolliert wird
Bei den anstehenden Kontrollen am Wochenende wird überprüft, ob Verkehrsregeln, Halte- und Parkverbote, die Waldbrandverordnung sowie Bestimmungen zum Gewässerschutz eingehalten werden. „Auf Basis dieser Ergebnisse sollen weitere Maßnahmen wie eine Parkraumbewirtschaftung oder die Ausweitung bestehender Kurzparkzonen geprüft werden“, erklärt Sillar.
Wir müssen den Behörden vor Augen führen, was gefährlich ist. Die BH muss sich ein Bild davon machen, wie untragbar die Situation hier an heißen Tagen ist.
Michael Sillar, Vizebürgermeister von Reichenau an der Rax
Das sei allerdings rechtlich komplex, da öffentliche und private Flächen sowie unterschiedliche Zuständigkeiten berücksichtigt werden müssten. „Wenn wir jetzt nicht handeln, wird sich die Lage mit jeder Hitzewelle verschärfen.“
Sein Rat fürs Wochenende: „Statt mit dem Auto direkt zur Badestelle zu fahren, kann man stressfrei mit der Bahn, der Buslinie 341 oder dem RUFBus anreisen.“ Hier geht's zur Seite des Sammeltaxis oder zum Fahrplan der Öffentlichen Verkehrsmittel.
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