BeautifulPeople.com versteht sich als "Elite-Dating-Website", die ausschließlich schönen Menschen vorbehalten ist. Mit 700.000 Mitgliedern ist es die nach eigenen Angaben größte Community attraktiver Menschen weltweit. Wer dazugehören und dem elitären Verein beitreten möchte, muss sich einem strengen Bewertungsverfahren unterziehen, bei dem die Mitglieder abstimmen, ob der neue Kandidat schön genug für die Seite ist oder nicht. Die Wahl stützt sich dabei auf Fotos und ein Profil des Bewerbers.
Doch ausgerechnet dieser Auswahlprozess soll den Betreibern zufolge nun durch ein Virus namens "Shrek" außer Kraft gesetzt worden sein, wodurch sich jeder anmelden konnte - egal wie er aussah. Über 26.000 "hässliche" Menschen sollen davon profitiert und sich so laut einer Mitteilung trotz optischer Defizite für Beautifulpeople.com angemeldet haben.
"Es kam uns komisch vor, als auf einmal Zehntausende neuer Mitglieder innerhalb von sechs Wochen aufgenommen wurden, von denen viele nicht gerade Schönheiten waren", erklärt Managing Director Greg Hodge. Die Betreiber hätten sofort reagiert und den durch das Virus entstandenen "Schaden" repariert. "Alle neuen Mitglieder wurden auf das Bewertungssystem zurückgesetzt und müssen sich nun einer rechtmäßigen und demokratischen Wahl unterziehen."
Schönheitspolizei soll für Ordnung sorgen
Ein Team von "Schönheitspolizisten" aus der ganzen Welt soll künftig gegen Eindringlinge vorgehen, die den vorgegeben Standards nicht entsprechen, so die Betreiber weiter. "Es tut uns sehr leid für diejenigen, die aus Versehen für die Seite zugelassen wurden und die zumindest eine Weile lang glaubten, schön zu sein. Das ist eine bittere Pille, aber immer noch besser, einmal das Vergnügen gehabt zu haben, als nie", so Hodge.
Für die abgelehnten Bewerber wurde angeblich eine Hotline eingerichtet, um ihnen dabei zu helfen, "mit der schwierigen Nachricht umzugehen und Tipps für eine erneute Bewerbung zu geben". Seinen Mitgliedern versicherte die Website, dass das Bewertungsverfahren wieder perfekt hergestellt sei und die Hässlichen künftig wieder draußen bleiben müssten.
Der Ursprung des "Shrek"-Virus werde indes noch intern untersucht. Im Verdacht, das Virus eingeschleust zu haben, stehe ein ehemaliger Mitarbeiter, der das Team im Mai verlassen habe. Trotz des Schadens, den der ausgeschaltete Bewertungsprozess verursacht habe, seien die Sicherheit und die Privatsphäre der Mitglieder nie beeinträchtigt gewesen.
Mehrheit der abgewiesenen Hässlichen aus den USA
Ob es sich tatsächlich so zugetragen hat oder doch nur um einen cleveren Marketing-Schachzug handelt, um die Bekanntheit der umstrittenen Seite zu steigern, ist fraglich. Beautifulpeople.com versucht die Echtheit seiner Geschichte jedenfalls mit Zahlen zu untermauern. Die rund 26.000 hässlichen Menschen, denen der Zutritt zum Club der Schönen angeblich verwehrt wurde, verraten die Betreiber, kamen demnach aus den USA (11.924), Großbritannien (3.156), Brasilien (2.911), Frankreich (2.340), Kanada (1.220), Deutschland (1.205), Australien (1.093), Japan (998), Russland (840) und Dänemark (470).
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