Fr, 18. Jänner 2019

"Dreist, abscheulich"

27.05.2011 11:04

Facebook: Klage um 50%-Anteil an Firma "Betrug"

Facebook hat die Klage des New Yorker Geschäftsmanns Paul Ceglia (krone.at berichtete), der vor Gericht die Hälfte der Anteile am sozialen Netzwerk und somit eine Milliardensumme einfordert, als "dreisten und abscheulichen Betrug" zurückgewiesen.

Facebook und dessen Gründer Mark Zuckerberg erklärten am Donnerstag in einer gemeinsamen 23-seitigen Stellungnahme, die Klage beruhe auf einem "gefälschten Vertrag und erfundenen Beweisen".

Der Klageschrift von Ceglia zufolge verpflichtete sich Zuckerberg im April 2003 in einem Vertrag, bis zum 1. Jänner 2004 für 2.000 Dollar (1.412 Euro) eine Internetseite mit dem Namen "The Face Book" oder "The Page Book" zu entwickeln. Ceglia sei mit 50 Prozent an dem Projekt beteiligt gewesen, dann habe ihn Zuckerberg aber übergangen. Ceglia hat die Klage bereits im vergangenen Jahr eingereicht. Im April präsentierte er einen E-Mail-Austausch mit Zuckerberg, der seine Ansprüche belegen soll.

Firma widerspricht: Kein Zusammenhang mit Facebook
Facebook bestätigte in der Antwort, dass Zuckerberg 2003 einen schriftlichen Vertrag mit Ceglia abgeschlossen habe. Darin sei es aber um "einige eingeschränkte Dienstleistungen einzig und allein im Zusammenhang mit der Entwicklung einer funktionsunfähigen und nun gelöschten Website mit dem Namen StreetFax.com" gegangen. Zu keiner Zeit sei es um Facebook oder ein ähnliches soziales Netzwerk gegangen.

Zuckerberg hat die Internetadresse facebook.com im Jänner 2004 angemeldet, im Monat darauf ging das soziale Netzwerk online. Heute wird der Wert des Unternehmens auf 50 Milliarden Dollar (35,3 Milliarden Euro) geschätzt, mehr als 600 Millionen Menschen nutzen die Internetseite weltweit.

Winklevoss-Zwillinge ebenfalls vor Gericht
Zuckerberg sieht sich nicht nur mit Ceglia konfrontiert, auch die millionenschweren Winklevoss-Zwillinge versuchen seit Jahren, eine neue gerichtliche Einigung zu erreichen. Sie wollen einen Vergleich aus dem Jahr 2008 annullieren, der ihnen damals 65 Millionen Dollar (45,9 Millionen Euro) eingebracht hatte. Sie werfen Facebook vor, sie bei der Einigung über den Tisch gezogen zu haben und würden gern ihre Ideenklau-Vorwürfe wieder aufgreifen. Sie wollen dazu vor das Oberste Gericht in den USA ziehen (siehe Infobox).

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Auf Nummer sicher
Welche Versicherung braucht mein Eigenheim?
Bauen & Wohnen
„Bright Memory“
Bombast-Shooter aus China begeistert die Welt
Video Digital
Vor Bundesliga-Start
Alaba zuversichtlich: „Wir werden noch Meister“
Fußball International
Auch Hütter ist zurück
Der Freund im Pyjama hält Lindsey bei Laune
Wintersport
Mainz-Legionär im Talk
Phillipp Mwene - Absteiger mit Aufstiegsgarantie
Fußball International
Riesenpanne
Barcelona droht der Ausschluss aus dem Cup!
Fußball International
Alabas Bayern-Analyse
„Wollen einen Sieg nach dem anderen einfahren“
Fußball International
„Meine Beine!“
Prinz Philip (97) von Anwalt aus Wrack gerettet
Video Stars & Society
Tabuthema
Schmerz als Lustkiller
Gesund & Fit

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.