Mi, 23. Jänner 2019

Schweigepflicht

16.05.2011 08:29

WikiLeaks bedroht Mitarbeiter mit Millionenstrafen

Mitarbeiter der Internet-Enthüllungsplattform Wikileaks müssen sich nach Informationen britischer Zeitungen zu strikter Verschwiegenheit verpflichten und bei Verstößen mit einer Strafe von zwölf Millionen Pfund (rund 14 Millionen Euro) rechnen.

Die Wochenzeitung "New Statesman" veröffentlichte im Internet ein entsprechendes Dokument. Ein ehemaliger WikiLeaks-Mitarbeiter, der jetzt für die britische Tageszeitung "The Guardian" arbeitet, erklärte das Dokument für echt.

Er habe sich im heurigen Jänner trotz erheblichen Drucks von WikiLeaks-Gründer Julian Assange geweigert, die Vereinbarung zu unterzeichnen, schrieb "Guardian"-Journalist James Ball. Es sei seine Kopie, die jetzt öffentlich gemacht worden sei. Aufgrund seiner Tätigkeit für mehrere Medien sei er es gewohnt, mit Verschwiegenheitserklärungen umzugehen, schrieb Ball. "Das WikiLeaks-Dokument ist das um Größenordnungen restriktivste, das mir jemals untergekommen ist".

WikiLeaks und Chef Assange immer wieder in der Kritik
Der ehemalige deutsche WikiLeaks-Mitarbeiter Daniel Domscheit-Berg ist im vergangenen Jahr aus dem Projekt ausgestiegen. Anschließend veröffentlichte er ein Buch über seine Erfahrungen. Bei WikiLeaks gebe es keine Transparenz, kritisierte Domscheit-Berg, der inzwischen das konkurrierende Projekt OpenLeaks gegründet hat. Vielmehr seien Entscheidungsprozesse allein von der Person des Gründers Julian Assange abhängig.

Die schwedische Justiz ermittelt gegen Assange wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung und sexuellen Nötigung. Ein britischer Richter hat den Auslieferungsantrag aus Schweden für rechtmäßig erklärt. Dagegen hat Assange Berufung eingelegt; eine Anhörung ist für den 12. Juli angesetzt.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Ethnische Daten
Rekrutierungs-Affäre: 100.000 Euro Strafe für PSG
Fußball International
87-Jährige als Opfer
Entführungs-Krimi in der Esterhazy-Dynastie
Burgenland
Seit Mai ohne Tor
Mario Balotelli wechselt von Nizza zu Marseille
Fußball International
Muskelverletzung
Tottenham wochenlang ohne Dele Alli
Fußball International
Der „Prinz“ ist da
Boateng: „Ich wäre auch nach Barcelona gelaufen“
Fußball International
Flugzeug verschwunden
Guardiola zu Sala-Tragödie: „Wir hoffen noch!“
Fußball International
Kommt aus Finnland
Austria holt 19-jährigen Stürmer Sterling Yateke
Fußball National
2:1 gegen Bahrain
Südkorea zittert sich ins Asien-Cup-Viertelfinale
Fußball International
Verhandlungen stocken
Rapid: Verpflichtung von Maurides geplatzt
Fußball National
Nicht zurechnungsfähig
Ehefrau ins Koma geprügelt - Täter muss in Anstalt
Oberösterreich
Eder ausgeschieden
Paraski-WM: Keine RTL-Medaille bei den Damen
Wintersport
Neo-Kicker präsentiert
Boateng bei Barca: „Messi ist ein großes Geschenk“
Fußball International
Premier League
Platzsturm: Geldstrafe für Arnautovic-Klub
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.