24.12.2021 08:56 |

Massives Datenleck

Albanien kämpft gegen undichte Stelle bei Behörden

Die Staatsanwaltschaft von Tirana hat wegen eines massiven Datenlecks die Ermittlungen aufgenommen, nachdem die Daten von Tausenden Menschen in Albanien, darunter auch des Regierungschefs Edi Rama und des Präsidenten Ilir Meta, auf WhatsApp und anderen Plattformen weiterverbreitet worden waren. Die Daten umfassten Benutzerkennungen, Namen von Arbeitgebern, Monatsgehälter und Telefonnummern.

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Die albanische Presse schätzte die Zahl der von dem Leck betroffenen Personen auf fast 700.000. Darunter sind Bankangestellte, Unternehmer, Beamte, Mitarbeiter der Geheimdienste und des Militärs sowie Journalisten.

Datenleck „von innen“
Medienberichten zufolge beschlagnahmten die Ermittler die Server mehrerer Institutionen, darunter der Steuerbehörde und der Sozialversicherung. Der Regierungschef sagte auf einer Pressekonferenz, dass es sich nicht um einen „Cyberangriff“ handle. Stattdessen sei das Leck „von innen heraus von Personen mit Zugang zu den Datenbanken“ organisiert worden sei. Er versprach, dass der Vorfall umfassend untersucht werde. „Das Ziel war auch, Verwirrung zu stiften und der Stabilität zu schaden“, sagte er.

Es ist das zweite große Datenleck in Albanien binnen eines Jahres. Vor den Parlamentswahlen waren im April die Daten von fast einer Million Albanern an die Medien durchgesickert. Bisher wurde niemand in diesem Fall zur Verantwortung gezogen.

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