20.12.2021 13:00 |

Homeoffice in Portugal

Nach Dienstschluss hat der Chef Kontaktverbot

Klare Regeln für die Heimarbeit führt Portugal mit 1. Jänner 2022 ein. Homeoffice wird dort ab dem nächsten Jahr gesetzlich strikt geregelt - inklusive einem Kontaktverbot für den Arbeitgeber nach Dienstschluss. Bei Verstößen sind Strafen von bis zu 10.000 Euro vorgesehen.

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Das berichtet die „Tagesschau“. Arbeitgebern in Portugal ist mit Inkrafttreten des neuen Gesetzes am 1. Jänner demnach verboten, nach Dienstschluss Kontakt zu ihren Angestellten aufzunehmen.

Kontakt nach Dienstschluss nur in Ausnahmefällen
Zulässig ist dies nur mehr in Ausnahmefällen - etwa bei Unfällen, Streiks oder anderen außergewöhnlichen Vorfällen im Zusammenhang mit der Arbeit. Meldet sich der Chef nach Dienstschluss beim Mitarbeiter, ohne dass ein derartiger Grund vorliegt, drohen der Firma Geldstrafen von bis zu 10.000 Euro, heißt es in dem Bericht.

Neben dem Kontaktverbot nach Dienstschluss enthält Portugals Homeoffice-Gesetz noch weitere interessante Punkte: So ist dort beispielsweise ein Anspruch auf Heimarbeit vorgesehen. Der Arbeitnehmer hat also auch das Recht auf Homeoffice, wenn der Chef dies nicht will. Voraussetzung ist allerdings, dass der Beschäftigte Kinder unter acht Jahren hat und die Firma mehr als zehn Mitarbeiter zählt.

Portugiesen können Stromkosten weiterverrechnen
Das Gesetz sieht vor, dass der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer im Homeoffice anfallende Kosten - etwa für Strom und Gas - ersetzen muss. Dafür muss der Arbeitnehmer die Mehrkosten allerdings belegen können.

Hierzulande hat die Regierung - krone.at berichtete - bereits im Frühling neue Regeln für die Heimarbeit vorgelegt. Einen Anspruch auf Homeoffice gibt es nicht, für die Heimarbeit muss in Österreich eine schriftliche Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer oder eine Betriebsvereinbarung vorliegen. Die Arbeitsmittel muss der Arbeitgeber zur Verfügung stellen. Arbeitnehmer können Homeoffice-Kosten ab 2022 steuerlich absetzen.

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