08.10.2021 15:58 |

Windows-11-Trick

Microsoft hebelt eigene Systemvoraussetzungen aus

Mit den Hardware-Voraussetzungen für Windows 11 hat Microsoft für viel Aufregung gesorgt. Nun hebelt der US-Softwarekonzern diese selber aus und veröffentlicht auf seiner Website eine Anleitung, wie man Windows 11 auch auf offiziell nicht unterstützten Systemen installieren kann. Dazu gibt’s eine Warnung, dass man dies besser nicht tun sollte.

Eigentlich verweigern nicht mit der von Microsoft empfohlenen Hardware ausgestattete Windows-10-PCs das Upgrade auf Windows 11. Doch schon zur Veröffentlichung des neuen Betriebssystems am Dienstag kursierten online Anleitungen, in denen erklärt wurde, wie man Windows 11 auf Systemen zum Laufen bekommt, die offiziell nicht unterstützt werden. Ein kleiner Eingriff in die Registry-Datei von Windows 10 genügt.

Ein paar Tage später findet sich diese Anleitung auf der offiziellen Microsoft-Website. Warum der US-Konzern sich dazu entschlossen hat, den Kunden zu zeigen, wie die eigenen Systemvoraussetzungen umgangen werden können, ist nicht bekannt. Denkbar wäre laut „WinFuture“ etwa, dass Microsoft den Nutzern lieber selbst eine Anleitung liefert, statt sie in einschlägigen Foren stöbern und womöglich schädlichen Code ausführen zu lassen.

Microsoft warnt: Updates könnten ausbleiben
Zur Anleitung serviert Microsoft den Windows-Nutzern allerdings eine Sicherheitswarnung: Wer mithilfe der bereitgestellten Anleitung Windows 11 auf ein offiziell nicht unterstütztes System installiert, muss damit rechnen, von zukünftigen Updates ausgeschlossen zu werden. Das wäre ein erhebliches Sicherheitsrisiko: Nur wer sein Betriebssystem auf dem aktuellsten Stand hält, dichtet künftig entdeckte Sicherheitslücken ab.

Installationsmedium und Registry Editor notwendig
Wer sich davon nicht beirren lassen und Windows 11 auf seinem PC installieren will, kann wie folgt vorgehen: Zunächst muss man ein Installationsmedium erstellen - etwa aus der offiziell bei Microsoft zum Download angebotenen ISO-Datei. Anschließend öffnet man im „Registry Editor“ den Eintrag „HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\Setup\MoSetup“ und fügt dort den Eintrag „REG_DWORD“ ein, als Wert muss „1“ eingetragen werden. Nach einem Neustart kann Windows 11 mithilfe des zuvor erstellten Installationsmediums aufgespielt werden.

Ob sich das Upgrade lohnt, muss jeder selbst entscheiden: Windows 11 kann besonders auf AMD-Systemen tückisch sein und Leistungseinbußen mit sich bringen, außerdem drohen die beschriebenen Update-Schwierigkeiten. Auf der Habenseite stehen ein überarbeitetes Interface mit zentrierter Taskleiste, verbesserter Fensterverwaltung, verschlankten Menüs und überarbeitetem Explorer. Auch die Touch-Bedienung und die Unterstützung für mehrere Monitore wurden verbessert.

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