08.09.2021 11:30 |

Verkaufswelle

Bitcoin nach Einführung in El Salvador abgestürzt

Nach der Einführung des Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel in El Salvador ist der Kurs der Kryptowährung regelrecht abgestürzt. Viele Handelsbörsen stellten ihre Dienste angesichts der Verkaufswelle ein.

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Auf der Handelsplattform Bitstamp notierte ein Bitcoin am Mittwochvormittag bei rund 45.400 US-Dollar (38.280 Euro), ein Minus von mehr als zwölf Prozent zum Vortag. Im Vergleich zur Vorwoche resultiert indes ein etwas kleineres Minus von rund 3,4 Prozent. Die Marktkapitalisierung schrumpfte im Verlauf der letzten Woche um 36 auf rund 852 Milliarden US-Dollar.

Am Dienstagabend war der Kurs zeitweise unter die Marke von 43.000 US-Dollar gestürzt. Der abrupte Rückschlag erfolgte an einem für die bekannteste Kryptowährung historischen Tag: Der Bitcoin wurde am Dienstag zum gesetzlichen Zahlungsmittel in El Salvador. Mit Inkrafttreten eines entsprechenden Gesetzes ging der mittelamerikanische Staat als erstes Land der Welt diesen Schritt. Das Gesetz sieht vor, dass jeder Händler, der technisch dazu in der Lage ist, Bitcoin als Zahlungsmittel annehmen muss.

Wachsende Bedenken
„Das Debüt in El Salvador haben sich Anleger durchaus anders vorgestellt“, erklärte Analyst Timo Emden von Enden Research die Verluste. Neben technischen Schwierigkeiten seien es wachsende Bedenken in puncto Missbrauch der Kryptowährung, wie beispielsweise Geldwäsche, welche Anleger verunsichern.

Der heftige Ausverkauf hatte auch Folgen für die größten Handelsbörsen. Diese waren laut Patrick Heusser von Crypto Broker kaum in der Lage, den Liquiditätsfluss zu bewältigen: „Das Handelsuniversum schrumpfte plötzlich auf einige wenige Marktplätze und - nicht zu vergessen - dies alles geschah zu einem Zeitpunkt, als das Volumen im Vergleich zu den normalen Marktzeiten um das Zehnfache gestiegen war“, fasst Heusser den Crash zusammen.

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