In der seit Monaten verfahrenen Wehrdienst-Debatte könnte es zu einem Durchbruch kommen. Wie die „Krone“ aus Parteikreisen erfahren hat, dürften die NEOS der Wiedereinführung von verpflichtenden Milizübungen im Ausmaß von zwei Monaten zustimmen. „Sechs plus zwei wäre für uns machbar, aber nicht mehr“, so ein Informant.
Mit sechs Monaten Grundwehrdienst und zwei Monaten Milizübungen wäre man bei einem Modell, dass es schon vor genau 20 Jahren gab. Die verpflichtenden Milizübungen wurden im Jahr 2006 unter dem damaligen Verteidigungsminister Günther Platter (ÖVP) abgeschafft. Die Miliz fordert seit Jahren die Wiedereinführung, weil sie ohne diese personell immer mehr ausgeronnen ist.
Zivildienst noch offen
In Bewegung gekommen ist die Debatte durch einen Artikel der „Krone“. Darin spricht Kanzler Christian Stocker (ÖVP) davon, dass das von der Wehrdienst-Kommission vorgeschlagene Stufenmodell (6 Monate plus 60 Tage, plus 40 Tage) im Gespräch sei. Er bezog sich dabei auch auf den Kompromissvorschlag der SPÖ, den Wehrsprecher Robert Laimer Ende Mai in der „Krone“ als „Plan der Mitte“ präsentiert hatte. Dieses sieht für den Wehr- und Zivildienst jeweils zwei verpflichtende Übungsmonate vor. „Das war der Türöffner“, so Laimer heute. Das von der Kommission und der ÖVP favorisierte Modell wäre acht plus zwei.
Das ist für die NEOS aber nicht gangbar. Wie mit der ebenfalls diskutierten Verlängerung des Zivildienstes verfahren wird, ist noch unklar. Dafür bräuchte die Regierung jedenfalls die Zustimmung mindestens einer Oppositionspartei.
FPÖ hat ihre Zustimmung in Aussicht gestellt, allerdings nur für die Maximalvariante von acht plus sechs. Wehrsprecher Volker Reifenberger bringt heute im Zuge der Debatte über das Heeresbudget im Parlament einen entsprechenden Antrag ein. Er will damit die ÖVP auf die Probe stellen, wie er zur „Krone“ sagt.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.