Nach der jüngsten Eskalation zwischen den USA und dem Iran hat sich auch Israels Regierung zu Wort gemeldet. Man sei bereit, den Iran wieder anzugreifen, und zwar mit „noch größerer Härte als zuvor“, sagte Israels Verteidigungsminister Israel Katz am Donnerstag.
Um die Bedrohungen zu beseitigen, werde Israel „wenn nötig auch ein drittes Mal zuschlagen“, sagte er weiter. Die Armee sei „bereit und in Alarmbereitschaft für eine Wiederaufnahme der Kämpfe, um die Luftüberlegenheit zurückzugewinnen und erneut zuzuschlagen“. Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu sagte, der Iran sei durch die beiden bisherigen israelischen Militäreinsätze geschwächt. „Wir haben bewiesen, dass der lange Arm der israelischen Luftwaffe überall hinreichen kann, vom Jemen bis zum Iran. Dennoch müssen wir auch anerkennen, dass die Operation noch nicht vorbei ist“, sagte Netanyahu weiter.
Wie berichtet, hatte US-Präsident Donald Trump am Mittwoch die Waffenruhe mit dem Iran für beendet erklärt. Die US-Streitkräfte griffen daraufhin wieder Ziele im Iran an, darunter das Gebiet rund um das Atomkraftwerk in Bushehr. Mindestens 14 Menschen kamen dabei ums Leben, mindestens 78 weitere wurden verletzt. Irans Streitkräfte griffen daraufhin US-Ziele in den Golfstaaten an, darunter US-Zerstörer und US-Schiffe. Das iranische Außenministerium bezeichnete das Weiße Haus als „bösartig und psychisch gestört“, auch US-Präsident Donald Trump hatte sich zuvor über die Gegenseite ähnlich geäußert. Die Anführer in Teheran würden sich „sehr schlecht benehmen“ und es sei „reine Zeitverschwendung“, sich mit ihnen abzugeben, sagte er.
Arbeit an diplomatischer Lösung
Dennoch arbeiten Washington und Teheran trotz der Angriffe weiter an einer diplomatischen Lösung. „Die Vereinigten Staaten setzen sich weiterhin für eine Lösung ein, und die technischen Gespräche laufen weiter“, sagte ein US- Regierungsbeamter. Trump hatte zuvor gesagt, dass er wenig Sinn in weiteren Gesprächen sehe, aber die Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner weiter verhandeln dürften, wenn sie das wollen. Die jüngste Angriffswelle begründet die US-Regierung mit dem Beschuss von Handelsschiffen, für den sie den Iran verantwortlich machen.
Wenig Einfluss inzwischen?
Die USA und Israel hatten den Iran gemeinsam am 28. Februar angegriffen. Zuletzt hatte sich die Beziehung zwischen den beiden Verbündeten etwas abgekühlt. Nun wurde bekannt, dass Israels Regierung die USA vor iranischen Plänen zur Ermordung von Trump gewarnt hat. Es habe schon einen detaillierten Plan gegeben, berichteten der Sender CNN und das „Wall Street Journal“. Details wurden zunächst nicht bekannt. Die Warnung könne aber auch ein Versuch sein, Einfluss auf Trumps Entscheidungen im Iran-Krieg zu nehmen, sagte ein US-Beamter. Netanyahu hatte zuletzt für einen deutlich härteren Kurs gegen Teheran plädiert und gesagt, dass Israel nur noch wenig Einfluss im Krieg habe.
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