In all der Zeit, die Didier Deschamps mittlerweile im Fußball-Geschäft tätig ist, habe sich einiges getan, wie der Teamchef der französischen Nationalmannschaft der deutschen „Bild“ erklärte. Nicht nur sportlich ...
„Früher wurden 23 Spieler nominiert, nun sind es 26. Das Gruppenmanagement nimmt viel mehr Zeit in Anspruch, weil vor allem die junge Spieler-Generation noch mehr Austausch braucht. Ich will nicht sagen mehr Zuneigung, aber die Spieler wollen mehr erklärt bekommen“, meinte Deschamps.
Zu seiner aktiven Zeit - als Mittelfeldspieler kickte er unter anderem für Juve und Chelsea, außerdem absolvierte er 103 Länderspiele – sei das anders gewesen. „Da sagte der Trainer in der Besprechung: ‘Du spielst, du spielst nicht.‘ Fertig. Das hatte man zu akzeptieren. Heutzutage muss ich mich rechtfertigen, unter anderem in Aufstellungsfragen“, so der 57-Jährige.
Nicht mit Klub-Fußball zu vergleichen
Probleme habe Deschamps damit allerdings keine. „Ich mache das gerne. Mein Ziel ist es, keinen Spieler und keinen aus dem Staff auf unserem Weg zu verlieren. Wir sind über einen sehr langen Zeitraum zusammen. Und das rund um die Uhr. Die Situation ist für einen Spieler mit der im Klub nicht zu vergleichen.“

Qual der Wahl
Was dazukommt, sind die Luxus-Probleme, die Frankreichs Kader mit sich bringt. Allein das Offensiv-Trio um Kylian Mbappe, Ousmane Dembele und Michael Olise ist laut „transfermarkt.com“ 430 Millionen Euro wert. Da werden sogar Topstürmer wie Marcus Thuram zum Zuschauen verdammt.
„Jeden Tag einem Spieler zu sagen, dass er wichtig ist, doch er kommt dann keine Minute zum Einsatz, das ist nicht einfach. Denn jeder hat ein hohes Anspruchs-Denken an sich, glaubt, er sei besser als derjenige, der an seiner Stelle spielt“, kann sich der Teamchef in die Situation seiner Schützlinge hineinversetzen. Bislang scheint Deschamps den Teamgeist seiner Truppe jedoch gut zu managen – der Erfolg in Nordamerika legt es zumindest nahe. Bislang konnte die „Equipe Tricolore“ all ihre sechs Spiele binnen 90 Minuten für sich entscheiden, am Dienstag trifft Frankreich im Halbfinale auf den Sieger des Duells zwischen Spanien und Belgien.
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