So kam es dazu
Tschechien: Beben der Stärke 5,5 war Falschmeldung
Am Donnerstag hat sich nahe Pilsen in Tschechien ein Erdbeben der Stärke 5,5 ereignet. Das meldete zumindest das deutsche Helmholtz-Zentrum für Geoforschung (GFZ), denn das Beben entpuppte sich glücklicherweise bald als Falschmeldung. So kam es zu dem Irrtum.
Die Meldung am Donnerstagabend sorgte für Aufruhr. Denn ein solches Beben der Magnitude 5,5 in einer Tiefe von zehn Kilometern wäre für mehr als 30 Millionen Menschen spürbar gewesen. Bei dieser Stärke auf der Richterskala wären außerdem zum Teil ernste Schäden an Gebäuden zu erwarten.
Sprengung in Steinbruch
Das Erdbeben gab es aber überhaupt nicht. Zwar gab es gegen 18 Uhr tatsächlich ein seismisches Signal, dabei handelte sich aber um eine Sprengung in einem Steinbruch bei Prag, wie die deutsche Plattform „erdbebennews.de“ berichtet.
Das weltweite automatische Erdbeben-Ortungssystem von Geofon habe das Signal falsch verarbeitet, die Meldung darüber wurde dann vom GFZ in Potsdam verbreitet. Noch am Abend wurde die Falschmeldung korrigiert und das Ereignis auf 1,5 heruntergestuft.
Technisches Problem als Ursache
Steinbruch-Sprengungen würden in Deutschland recht häufig mit Erdbeben verwechselt, heißt es auf der Website von „erdbebennews.de“, die vom Seismologen Jens Skapsi betrieben wird. In der Regel seien solche Sprengungen aber sehr schwach und mit einer Stärke von unter 2 kaum spürbar. Dass es deutlich stärker eingeschätzt wurde, müsse an einem bisher unbekannten technischen Problem liegen.









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