02.09.2021 05:00 |

Simulationsgerät

Innovatives „Trockentraining“ für junge Chirurgen

Moderne Operationstechniken werden für die Patienten immer schonender, erfordern aber sehr viel Fingerspitzengefühl der Chirurgen. Um die einzelnen Handgriffe möglichst realitätsnah üben und verbessern zu können, erfand ein Kärntner Assistenzarzt einen speziellen OP-Simulator.

Pinzette, Schere, ein Verödungsgerät, eine Lampe und eine kleine Kamera stecken an dünnen Stäben in der Bauchhöhle des Patienten. Nur durch ein kleines Loch im Bauchraum bedient der Chirurg die Instrumente. Freie Sicht auf den zu operierenden Bereich hat er dabei keine, sondern steuert seine Werkzeuge lediglich über ein Bild auf einem Monitor.

„Chirurgische Eingriffe sind nicht einfach und fordern den Operateuren eine hohe Präzision ab“, erklärt Dr. Daniel Schmid. Er absolviert gerade seine Ausbildung zum Facharzt für Chirurgie am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan (Ktn.) und entwickelte ein innovatives Simulationstrainingsgerät für Nachwuchschirurgen. 

Sichere Handgriffe und Routine entwickeln
„Regelmäßiges Training mit dem Simulator erhöht die chirurgische Kompetenz bei komplexen Aufgaben und das ganz ohne Risiko“, so der Jungmediziner. Das System bietet den Ärzten ein realitätsnahes Üben. Verwendet werden dabei handelsübliche Instrumente, die über kleine Zugänge (deren Komponenten werden im 3D-Drucker erzeugt) eingeführt werden.

Eine Mini-Videokamera ermöglicht nicht nur die Vidualisierung des OP-Feldes, sondern liefert auch ein Echtzeit-Feedback an den Chirurgen. So lässt sich die Hand-Augen-Koordination, welche für diese Verfahren wichtig ist, schulen, Fertigkeiten und Techniken erlernen sowie heikle Teilkomponenten von großen Eingriffen isoliert und gezielt trainieren. 

Regina Modl
Regina Modl
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