04.08.2021 09:00 |

Tweets aus JVA

„Krone“-Leser: „Mitleid hält sich in Grenzen“

Ein kürzlich erstellter Twitteraccount sorgt derzeit für Aufsehen. Ein Insasse der Justizanstalt Wien-Josefstadt berichtet dort über seinen Gefängnisaufenthalt. Nachdem der Account zwischenzeitlich nicht mehr erreichbar war, wurde er kurze Zeit später wieder aktiv gesetzt.

Ziel des Häftlings sei es, über den Alltag im Gefängnis zu berichten. Beschweren wolle er sich nicht. Seine Motivation dahinter sei lediglich die Langeweile. Ein Zuwiderhandeln gegen das Handy-Verbot stelle jedenfalls eine Ordnungswidrigkeit dar, „die konkrete Strafe hängt jeweils vom Grad des Verschuldens und der Schwere bzw. Intensität der begangenen Ordnungswidrigkeit ab“, so Ressortmediensprecherin Christina Ratz.

Auch für viele unserer Leser scheint es unfassbar, wie so ein Account existieren kann. Gefängnisaufenthalte sollen der Bestrafung dienen, scheint der allgemeine Konsens zu sein. Leser lemmen findet auch die 20 Fernsehsender, über die der Twitteraccount berichtet, fehl am Platz.

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removed-user
20 Fernseher? wofür? gibt es eigentlich noch eine Bestrafung für Dinge? Sind Familien wirklich beruhigt wenn sie jemand verlieren und der Täter dann so "bestraft" wird. ich als Opfer würde mich gepf...zt fühlen.
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Hannesr
Na sicher...ich glaube das Mitleid hält sich bei den meisten in Grenzen. Es soll ja nicht angenehm, und ein Urlaub sein sonder man soll Zeit haben darüber nachzudenken was man getan hat und wem man Leid zugefügt hat.
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Ein Teil der „Krone“-Community spricht sich allerdings auch dafür aus, die Möglichkeiten im Gefängnis zu lockern. So schlägt Lustmolch vor, zwischen U-Haft und Vollzug zu trennen und Insassen in U-Haft mehr Freiheiten zu gewähren, solange sei noch auf die Verhandlung warten.

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Lustmolch
So lange man auf die Verhandlung wartet wäre es meiner Meinung nach fair wenn man mehr Möglichkeiten hat im Gefängnis. Also trennen zwischen U-Haft und Vollzug? oder ist das ein Ding der Unmöglichkeit bzw. nicht umsetzbar?
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Was sagen Sie zu dieser Thematik? Sollten Handys im Gefängnis erlaubt sein? Und was sagen Sie zu den Berichten des Häftlings? Ist der Gefängnisaufenthalt in etwa so, wie Sie es sich vorgestellt hätten? Von welchen seiner Berichte wurden Sie am meisten überrascht?

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