Die tschechische Regierung hat angekündigt, mit dem 1. Oktober wieder einen Preisdeckel für Benzin und Diesel einzuführen. Die Vorgaben sollen täglich aktualisiert werden. Zugleich werde die Verbrauchsteuer auf Diesel auf 8,011 Kronen (33 Eurocent) je Liter gesenkt, hieß es.
Das sei der niedrigste von den EU-Richtlinien erlaubte Wert. Das Spritpreispaket gilt zunächst nur für einen Monat, kann aber verlängert werden. „Diese Maßnahme wirkt deutlich gegen die Inflation, ist eine Erleichterung für Firmen und Haushalte und hält die Treibstoffpreise in der Tschechischen Republik auf einem der günstigsten Niveaus in der EU“, ist Finanzministerin Alena Schillerova überzeugt. Von Anfang April bis Ende Juli gab es bereits einen Preisdeckel.
Die Regierung des Rechtspopulisten Andrej Babis plant aktuell auch eine Übergewinnsteuer auf Raffinerien, die für 2026 und 2027 gelten soll. Damit soll die Hälfte des Anstiegs der Bruttomargen im Vergleich zum Vorjahr abgeschöpft werden. Die zusätzlichen Einnahmen für den Staat werden für dieses Jahr auf umgerechnet 226 Millionen Euro geschätzt.
Wie berichtet, haben mehrere Finanzminister, darunter Markus Marterbauer (SPÖ), zuletzt eine EU-weite Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne gefordert. Dem erteilte die EU-Kommission aber eine Absage. In Österreich gibt es keine entsprechenden Pläne.
Der österreichweite Median lag am Sonntag für einen Liter Diesel bei 2,205 Euro. Der durchschnittliche Literpreis lag bei Super mit 1,888 Euro leicht darunter. Die Preise sind zuletzt wieder gestiegen. In Tschechien lagen sie kürzlich leicht unter den österreichischen. Reisende können üblicherweise unter anderem in Ungarn, Slowenien und Kroatien meist günstiger tanken als hierzulande.
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