Durch HD-Videos

Internetverkehr soll sich bis 2015 verzwanzigfachen

Web
26.01.2011 11:55
Der Datenverkehr im Netz wird sich bis 2015 verzwanzigfachen - dies erwarten die Betreiber des zentralen Internet-Knotens (DE-CIX) in Frankfurt am Main. Großen Anteil daran hat, dass immer mehr Videos und TV-Sendungen in sehr hoher Qualität gestreamt werden. Ebenfalls wachsender Beliebtheit erfreuen sich mobile Apps, dieser Markt soll sich laut dem Marktforscher Gartner allein dieses Jahr verdreifachen.

Inzwischen schleust der Netzknoten jede Sekunde 1,4 Terabit an Daten durch, also 1,4 Billionen Bit, wie die DE-CIX Management GmbH am Mittwoch mitteilte. Im Januar 2010 waren es erst 700 Gigabit gewesen.

Ein wichtiger Treiber für die jährliche Verdoppelung des Datenaufkommens ist nach Einschätzung des DE-CIX die zunehmende Übertragung von Videos und Fernsehsendungen in hoher Auflösung. In den USA entfallen bereits 20 Prozent des Internetverkehrs auf die Online-Videothek Netflix.

USA Vorreiter bei Internetnutzung
Nach einer Erhebung der IT-Analysefirma Entropy Economics hat der durchschnittliche Nutzer einer Internet-Breitbandverbindung im Monat ein Datenaufkommen von 8,0 Gigabyte - mit deutlichen regionalen Unterschieden: In Asien sind es 7,0, in Europa 11,9 und in den USA 19,2 Gigabyte.

Der DE-CIX verbindet die von Providern oder großen Unternehmen betriebenen Teilnetze, damit die Datenpakete möglichst flüssig ihren Weg finden. Angeschlossen sind mehr als 400 Internet-Provider aus über 40 Ländern. Die Betreiberfirma erklärte, die Technik des weltgrößten Internet-Knotens sei auf 40 Terabit pro Sekunde ausgelegt.

Markt für mobile Apps verdreifacht sich
Der Weltmarkt für mobile Apps wird sich dem Marktforscher Gartner zufolge im laufenden Jahr fast verdreifachen. Demnach werden die Anbieter der Programme für Smartphones und Tablet-PCs 2011 rund 15,1 Milliarden Dollar (11,1 Milliarden Euro) umsetzen.

Apple vorne, doch Konkurrenz zieht nach
Den größten Teil davon werde nach wie vor der US-Konzern Apple einstreichen. "Wir schätzen, dass Apples App-Store im vergangenen Jahr 90 Prozent aller Downloads erreicht hat und weiterhin der beliebteste bleiben wird. Bis 2014 wird seine Bedeutung allerdings etwas abnehmen, da Konkurrenzangebote inzwischen stärker wachsen", sagte Analystin Carolina Milanesi.

Android und GetJar als Verfolger
Der US-Konzern hat im Zuge der Einführung seines populären "iPhone"-Handys Mitte 2008 seinen App-Store eröffnet und auf Anhieb große Kundenresonanz erfahren. In der vergangenen Woche knackte das Unternehmen die Grenze von 10 Milliarden Downloads. Inzwischen wächst allerdings die Konkurrenz. Googles Betriebssystem Android erobert zunehmend die Bildschirme der Mobiltelefone und der systemunabhängige App-Dienst GetJar erreichte bereits eine Milliarde Downloads im vergangenen Juni.

Googles Android wird den Marktforschern zufolge im laufenden Jahr zudem das weltweit am weitesten verbreitete Handy-Betriebssystem werden, nachdem sich Hersteller wie HTC, Samsung und Motorola für die Software entschieden haben.

Apps meist kostenlos
Die meisten Apps sind nach wie vor kostenlos. Laut Gartner werden 2011 gut vier Fünftel gratis zu haben sein. Werbung wird für die Anbieter allerdings immer wichtiger. Der Werbeumsatz werde sich bis 2014 auf 5,2 Milliarden Dollar verdoppeln.

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