25.03.2021 05:00 |

Sport und Heimwerken

Mehr Unfälle in der Krise

Um Ostern geht die Gartentrampolin-Saison wieder voll los. Durch die Lockdowns sowie die Einschränkungen für Freizeit- und Sportaktivitäten wurden vergangenes Jahr sechsmal so viele Trampoline verkauft wie sonst. Dadurch stiegen bei den Kindern damit verbundene Unfälle um 50% an. Ihre Eltern „vergnügten“ sich scheinbar beim Heimwerken, um ihr Zuhause zu verschönern - etliche mussten danach sogar ins Spital! Mehr als 300.000 erwachsene Österreicher verletzten sich im vergangenen Corona-Jahr nämlich daheim.

Fast die Hälfte der Unfallfolgen bei den Kids betraf Beine und Füße, 31% Arme und Hände, 13 % den Kopf und 8 % den Körperstamm, so Experten vom Verein „Große schützen Kleine“. Die Zahlen wurden an der Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie Graz erhoben. „Das Springen von mehreren Personen gleichzeitig ist wegen der Kollisionsgefahr, v. a. aber aufgrund des Federeffektes die Hauptverletzungsursache. Knochen, Gelenke und Bänder von Kindern halten diesen massiven Belastungen oft nicht stand“, so der Kinderchirurg Prof. Dr. Holger Till, Präsident des Vereins. Sprösslinge bis sieben Jahre verunglücken übrigens hauptsächlich beim „normalen Springen“ (ohne Saltoversuch) sowie durch den Absturz beim Heraussteigen aus dem Trampolin. Jene zwischen neun und elf Jahren hingegen zu 15 % bei einem Saltoversuch. Des Weiteren findet sich der Sprung auf einen Gegenstand am Trampolin (meist einen Ball) sowie gegen Gebäudeteile oder Äste unter den Hauptunfallursachen bei älteren Kids.

Experten haben folgende vorbeugende Tipps: Vor dem Hüpfen gut aufwärmen. Währenddessen abwechseln - nie mehrere Kinder gleichzeitig springen lassen! Trampolin regelmäßig überprüfen (intaktes Sicherheitsnetz? Reißverschluss zu?). Hunderttausende Erwachsene werden hingegen jährlich Opfer von Haushaltsunfällen. Ärzte berichten häufig von Wunden an Händen und Stürzen von Leitern. Auch Heimwerker sollten Schutzkleidung bzw. -ausrüstung (z.B. eine Brille) tragen, Stolperfallen (wie Stromkabel) im Arbeitsbereich vermeiden und die Betriebsanleitung des Werkzeuges lesen. Bei der Verwendung von Leitern auf einen sicheren Stand achten. Pausen einzulegen vermeidet Überanstrengung und fördert die Konzentration.

Monika Kotasek-Rissel
Monika Kotasek-Rissel
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