21.12.2010 10:03 |

Gleiche Bestrafung

Immer mehr Eltern sprechen Internet- wie TV-Verbot aus

Eine Woche kein Fernsehen, das war einmal eine harte Strafe für ungezogene Kinder. Heute gibt es Internet-Verbot. Eine Studie der Universität von Südkalifornien (USC) zeigt, dass Fernsehen und Internet heute den gleichen Stellenwert haben und in gleicher Weise als Medien wahrgenommen werden. Wenn es Bestrebungen der Eltern gibt, den Medienkonsum ihrer Kinder zu regulieren, dann bedeutet das oft, dass dies für beide Medien gilt.

Die Untersuchung des Annenberg Zentrums der USC ergab, dass zwei Drittel der Eltern in den USA Fernsehentzug einsetzen, um Kinder zu bestrafen. Damit hat sich in dieser Hinsicht in den vergangenen zehn Jahren kaum etwas verändert. Fast verdoppelt hat sich aber die Zahl der Eltern, die ein Verbot der Internetnutzung als Strafe einsetzen - von 32 Prozent im Jahr 2000 auf 57 Prozent in diesem Frühjahr, als die Umfrage durchgeführt wurde.

Der Forscher Michael Gilbert erklärte, Eltern sähen keinen großen Unterschied mehr zwischen Fernsehkonsum und Internetnutzung. Dabei sehen es die meisten (71 Prozent) Befragten aber immer noch lieber, wenn die Kids vor dem Computer sitzen, als wenn sie fernsehen (51 Prozent). Einen leichten Anstieg gab es in der Studie bei der Zahl der Eltern, die darüber klagen, dass ihre Kinder durch den Medienkonsum weniger Zeit mit ihren Freunden verbringen. Dieser Anteil stieg von sieben Prozent 2000 auf elf Prozent 2010.

Für die Studie wurden im April 2010 rund 2.000 Amerikaner über zwölf Jahren befragt.

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