08.03.2021 16:25 |

Zweiwöchiger Lockdown

Neukaledonien meldet erste Corona-Infektionen

Im lange Zeit vom Coronavirus verschonten französischen Überseegebiet Neukaledonien sind neun Infektionen mit dem Erreger SARS-CoV-2 nachgewiesen worden. Neukaledoniens Präsident Thierry Santa kündigte am Sonntag einen zweiwöchigen Lockdown an, der am Montagabend in Kraft treten soll. Ziel sei es, die „Übertragung des Virus zu unterbrechen, solange noch Zeit dafür ist“, sagte Santa vor Journalisten.

Behörden zufolge wurde der Infektionsherd durch Tests entdeckt, die nach der Erkrankung eines Schulleiters im nahe gelegenen französischen Überseegebiet Wallis und Futuna vorgenommen wurden. Der Lehrer habe Mitte Februar erste Covid-19-Symptome entwickelt und sei möglicherweise bereits Ende Jänner ansteckend gewesen, sagte Santa. Der Patient befinde sich in einem ernsten Zustand. Möglicherweise werde er von Wallis und Futuna zur Behandlung in die neukaledonische Hauptstadt Noumea ausgeflogen.

Reisen zwischen Wallis und Futuna sowie Neukaledonien waren bisher möglich gewesen. Deshalb waren auch in Neukaledonien nach der Erkrankung des Schulleiters Tests vorgenommen worden, bei denen dann die ersten Infektionen in dem Gebiet entdeckt wurden. Reisende aus allen anderen Regionen mussten sich nach ihrer Ankunft generell für zwei Wochen in Quarantäne begeben.

Die im Nordwesten Australiens gelegenen Südpazifik-Inselgruppen Neukaledonien und Wallis und Futuna gehörten bis zuletzt zu den wenigen Gebieten weltweit, in denen kein einziger inländischer Corona-Fall verzeichnet worden war.

Quelle: APA

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