Experten besorgt
Hochgiftiger Kugelfisch an Küste Kretas entdeckt
Einen brisanten Fang hat ein Fischer vor einer beliebten griechischen Urlaubsinsel gemacht: Er zog einen hochgiftigen Kugelfisch aus dem Wasser, der normalerweise im Roten Meer vorkommt.
Die Entdeckung der Art Lagocephalus sceleratus wurde vor der Küste von Heraklion gemacht. Die invasive Art gelangte über den Suezkanal in das Mittelmeer und wurde vor fast zwei Jahrzehnten erstmals dort festgestellt. Die Ausbreitung in griechischen Gewässern wird mit großer Sorge beobachtet.
Der Fisch wies eine Länge von 50 Zentimetern auf, wie eine griechische Nachrichtenplattform berichtete:
Denn im Mittelmeer hat der Hasenkopf-Kugelfisch kaum natürliche Feinde – so kann er sich ungestört in der Ägäis vermehren. Zudem kann er mit seinem starken Kiefer selbst Fischernetze beschädigen. Weil er beliebte Speisefische jagt, ist er bei Fischern äußerst unbeliebt. Meeresexperten befürchten außerdem, dass die Art bei einer weiteren Ausbreitung die heimische Tierwelt gefährden könnte.
Verzehr von Kugelfisch kann tödlich sein
Der Kugelfisch ist zudem toxisch: Er trägt das Nervengift Tetrodotoxin in sich. Beim Verzehr kann sich dieses in Organen anreichern und schwere Vergiftungen auslösen. Im schlimmsten Fall kann man an diesen sogar sterben. Verkauf und Verzehr sind daher in der Europäischen Union untersagt.
Der Klimawandel begünstigt die Ausbreitung des Lagocephalus sceleratus. Je wärmer die Meerestemperatur, desto wohler fühlt sich der Hasenkopf-Kugelfisch. Es könnte also sein, dass er sich künftig noch weiter Richtung Westen ausbreitet.









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