24.12.2020 08:33 |

Neues Bezahlmodell

Telegram kündigt kostenpflichtige Funktionen an

Telegram will angesichts seines rasanten Wachstums ein Bezahlmodell einführen. Alle derzeit kostenlosen Funktionen blieben aber kostenlos, wie der Gründer des populären Messenger-Dienstes, Pawel Durow am Mittwoch mitteilte. Es werde jedoch neue Funktionen geben, für die Nutzer dann zur Kasse gebeten würden. Auf Anzeigen zur Finanzierung des Dienstes, die etwa beim Lesen von Nachrichten aufploppen könnten, will Durow weiterhin verzichten.

„Die Kommunikation zwischen Menschen sollte frei von Werbung jeglicher Art sein“, schrieb Durow. Nach seinen Angaben wird Telegram mittlerweile von 500 Millionen aktiven Nutzern verwendet. Der Messenger wurde 2013 gegründet und war zunächst wegen der Verschlüsselung besonders bei Oppositionellen in autoritären Ländern beliebt.

„Wir werden das Unternehmen nicht wie die Gründer von WhatsApp verkaufen“, schrieb Durow. „Die Welt braucht Telegram, um unabhängig zu bleiben.“ Um das zu gewährleisten, müsse der Dienst vom kommenden Jahr an Einnahmen generieren. „Wir werden unzählige neue Funktionen einführen und Milliarden neue Nutzer begrüßen“, meinte er.

Der 36-Jährige gilt als der russische Mark Zuckerberg. Aus Angst vor politischer Verfolgung lebt Durow im Ausland. Er hat auch das soziale Netzwerk VKontakte gegründet, das russische Pendant zu Facebook.

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