30.09.2004 17:04 |

Blog-Wahlkampf

Internet-Tagebücher dominieren Wahlkampf

Zwei Monate vor der Wahl sind in den USA Wahlwerbung im Fernsehen und Radio verboten. Außer den spannenden TV-Duellen spielt sich der Wahlkampf nun vor allem im Internet ab. In so genannten Blogs, also Internet-Tagebüchern, schreiben beide Seiten jeweils für ihren Kandidaten und verschonen dabei nicht die Gegner.
Anders als US-Nachrichtensender, die zumindestoffiziell objektiv berichten dürfen, halten die Verfasservon Blogs mit Diffamierungen und inoffiziellen Informationen nichthinterm Berg. Auf "Conservative Eyes" macht sich der Autor etwaüber John Kerrys Versuch lustig, sich zu bräunen, umfrischer zu wirken.
 
Dafür schreibt ein Demokrat ein fiktives Tagebuchals George W. Bush bei dem dieser nicht besonders gut wegkommt.Es gibt aber nicht nur Hasstiraden sondern durchaus seriöseAuseinandersetzungen mit den Argumenten und Wahlkämpfen beiderSeiten.
 
Aber auch europäische Journalisten, die überden Wahlkampf in den Staaten berichten haben ihre eigenen Weblogs,in denen man interessante Hintergrundinformationen bekommen kann.Insgesamt gibt es in den USA rund 2,5 Millionen Weblogs, die sichinzwischen als Alternative zu herkömmlichen Nachrichten immermehr etablieren.
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