13.11.2020 11:14 |

Ohne Kopfhörer

„SoundBeamer 1.0“ überträgt Musik direkt ins Ohr

Musik in voller Lautstärke hören, ohne dabei seine Umwelt zu stören, und das ganz ohne Kopfhörer - geht es nach dem israelischen Start-up Noveto, soll diese Vision bereits Ende nächsten Jahres Realität werden. Ermöglicht durch den „SoundBeamer 1.0“, der um den Kopf des Hörers eine Klangblase erzeugt.

Der SoundBeamer 1.0 arbeitet dafür mit Ultraschallwellen und Beamforming, um den Schall direkt außerhalb der Ohren zu platzieren. Ein in die Hardware integriertes 3D-Erfassungsmodul lokalisiert und verfolgt die Position der Ohren des Hörers in Echtzeit, wobei die Ultraschallwellen zu kleinen Schalltaschen direkt außerhalb der Ohren zusammenlaufen. Hier könne der Sound wieder als normale akustische Schallwelle gehört werden, ohne andere zu stören, so Noveto auf seiner Website und verspricht, dass es die 3D-Erfassung erlaube, die Töne unabhängig von der Kopfbewegung überall im Raum zu erleben.

Noveto geht davon aus, dass das Gerät zahlreiche praktische Anwendungen haben wird, von der Möglichkeit für Büroangestellte, Musik oder Telefonkonferenzen zu hören, ohne die Kollegen zu unterbrechen, bis hin zur Möglichkeit, dass jemand Videospiele, Filme oder Musik konsumiert, ohne die anderen zu stören. Das Fehlen von Kopfhörern ermöglicht dabei zugleich, dass andere Geräusche im Raum deutlich zu hören sind, wodurch die Technologie neben Fitnessstudios künftig etwa auch für die Autoindustrie von Interesse sein könnte.

„Die meisten Leute sagen nur: ‘Wow, ich glaube es wirklich nicht‘“, schildert SoundBeamer-Produktmanagerin Ayana Wallwater das Klangerlebnis der Nachrichtenagentur AP. „Du glaubst es nicht, weil es wie ein Lautsprecher klingt, aber niemand sonst kann es hören… es unterstützt dich und du bist mitten in allem. Es passiert um dich herum.“ Nutzer müssten dem Gerät nicht sagen, wo Sie sich befinden: „Es folgt Ihnen, wohin Sie gehen und spielt, was Sie wollen, in Ihrem Kopf.“

Obwohl das Konzept der Schallübertragung nicht neu ist, hat Noveto die Technologie dem Bericht nach als erstes Unternehmen in ein Verbraucherprodukt gepackt. Eine „kleinere, sexyere“ Version des Prototyp (siehe Bild) soll rechtzeitig zu Weihnachten 2021 erhältlich sein. Preis: noch unbekannt.

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