Die Idee sei, dass Einträge in der Trefferliste der Microsoft-Suchmaschine Bing mit Daten von Freunden, Bekannten und Familienmitgliedern verknüpft würden, teilten die Konzerne am Mittwochabend mit. Die Einbindung von Funktionen des sozialen Netzwerks solle die Suche im Web persönlicher gestalten und bessere Ergebnisse liefern.
So können Facebook-Nutzer - vorerst allerdings nur in der US-Version von Bing - etwa bei der Suche nach einem bestimmten Restaurant sehen, welche ihrer Facebook-Freunde dieses empfehlen und welche nicht. Die Ergebnisse von Suchmaschinen könnten viel genauer werden, wenn sie mit Daten wie den Interessen von Personen oder den Themen verknüpft würden, über die sie mit ihren Freunden diskutieren, sagte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. Bei Facebook lägen solche Daten vor.
Facebook soll Microsoft helfen, zu Google aufzuschließen
Mit dieser Partnerschaft soll Bing doch noch zu dem seit Jahren mächtigeren Rivalen Google aufschließen. Im September kam Google auf einen Marktanteil von 66,1 Prozent in den USA, Yahoo auf 16,7 Prozent und Bing auf lediglich 11,2 Prozent. Microsoft hatte 2007 240 Millionen Dollar (170 Millionen Euro) in Facebook investiert und dafür eine Beteiligung von 1,6 Prozent erhalten. In den vergangenen Jahren haben die beiden Unternehmen bereits bei mehreren Projekten zusammengearbeitet.
Facebook bringt mit seiner schnell wachsenden Basis aus bereits mehr als 500 Millionen Nutzern ein enormes Netz sozialer Verknüpfungen ein. Analysten gehen nicht davon aus, dass sich der Marktanteil von Bing durch die Kooperation kurzfristig deutlich erhöhen wird. Durch die Partnerschaft könnte sich Bing aber von seinen Konkurrenten absetzen, indem es Informationen anbiete, die Google nicht habe, sagte ein Experte.








Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.