Der Diebstahl aus dem Internet boomt: Nach einer Umfrage des Austrian Internet Monitor saugen 1,1 Millionen Nutzer regelmäßig Filme und Musik aus dem Internet. Der illegale Handel mit Raubkopien ist den Piraten-Jägern ein Dorn im Auge.
90 Prozent der Raubkopien werden im Kino abgefilmt.In aktuellen Kinospots wird die Botschaft verkündet: "Raubkopierersind Verbrecher". Der Verein für Anti-Piraterie der Film-und Videobranche (VAT) droht allen, die Filme stehlen, mit Klagen.Obwohl man vor allem Jagd auf die "großen Fische" macht,ist niemand mehr vor einer Klage sicher. Auf Plakaten wird sogarzum "Vernadern" aufgerufen - mit kostenloser Hotline. Allein 2003betrug der weltweite Schaden durch illegale Verbreitung vo Filmenvia Internet 2,3 Mrd. Euro.
2 Jahre Haft drohen Dabei sind die Strafandrohungen ganz schön drastisch:Bei privater Nutzung kann man bis zu sechs Monate hinter Gitterkommen, betreibt man das Raubkopieren kommerziell drohen bis zu2 Jahre Haft bzw. eine Strafe von bis zu 117.000 Euro. Auch derTausch unter Freunden sei schon so eine Form von kommerziellerAnwendung, warnt VAT-Generalsekretär und Anwalt Dr. AndreasManak. Man habe es aber nicht "auf den Studenten abgesehen, dersich 5 Filme aus dem Internet herunter geladen hat", betontendie Vertreter des VAT auf einer Pressekonferenz in der WienerUrania, aber jeder Fall von Raubkopien, der bekannt wird, hätterechtliche Konsequenzen.
Hochwertige DVD-Kopien aus Asien Bei 90% der illegalen Filmkopien handelt es sichum so genannte Screener, die mit digitalen Videokameras in Kinosabgefilmt wurden. Spätestens 5 Tage nach Kinostart sei jederFilm in Tauschbörsen und bei illegalen Händlern erhältlich.Ganz aktuell sind in den letzten Wochen erstmals hochwertige DVD-Kopienaus Asien in Österreich aufgetaucht: Filme wie "King Arthur"oder "Hidalgo" als vollwertige DVDs mit Menüs und mehrerenTonspuren.
Jagd auf FTP-Server Auch wenn das Tauschen in Peer-to-Peer-Netzwerkenwie KaZaA am weitesten verbreitet ist, hat der Verein gegen Pirateriees auf die großen Mafia-ähnlichen Organisationen abgesehen,die Filme im großen Umfang verkaufen. In Schwarzbrennereienin Tschechien gebe es eine richtige Massen-Fertigung der minderwertigenKopien auf CD-Rom. Auf FTP-Servern von Housing-Providern werdenalle aktuellen Filme und Spiele für die Film-Piraten zurVerfügung gestellt. Derzeit sind vor allem diese FTP-Serverim Visier der Piraten-Jäger.
13.000 Kopien beschlagnahmt Der VAT ist bereits in mehr als 100 Fällen gegenFilm-Piraten eingeschritten. Mehr als 50 Fälle sind derzeitgerichtsanhängig, und täglich kommen neue Anzeigen dazu.Bei Razzien auf Flohmärkten und bei gerichtlich angeordnetenHausdurchsuchungen wurden im ersten Halbjahr 2004 rund 13.000Filmraubkopien beschlagnahmt.
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