24.09.2020 09:51 |

Weltpremiere

BMW M3 und M4: Nicht auf Riesennieren reduzieren!

Die Nieren geistern schon länger durchs Internet und die Albträume vieler BMW-Fans, nun haben die Münchner endlich die Serienversion von BMW M3 und M4 samt zugehöriger Competition-Varianten präsentiert. So sehr der auffällige Kühlergrill mit den überdimensionierten Blutreinigungsorganen polarisiert - die Fahrzeuge an sich dürften durchwegs begeistern.

Für den Antrieb sorgt in jedem Fall ein 3,0-Liter-Reihensechszylinder mit zwei Turbos, der in der Standardvariante 480 PS und ein maximales Drehmoment von 550 Nm abliefert. Gekoppelt ist der Motor in dieser Leistungsstufe mit einem manuellen Sechsganggetriebe.

Alternativ ist - wie bei den BMW-M-Modellen mittlerweile gewohnt - eine „Competition“-Variante zu haben, die 30 PS mehr bietet und die Kraft von bis zu 650 Nm per Achtgangautomatik Richtung Hinterachse leitet. Der Münchner „Standardantrieb“ ist ab Sommer 2021 aber erstmals nicht mehr alternativlos: Dann gibt es die Mittelklassemodelle auch mit Allradtechnik, die stark hecklastig ausgelegt sein dürfte.

Die Beschleunigungsleistungen der Modelle mit Hinterradantrieb sind allerdings bereits brachial: Die schwächeren Varianten von M3 und M4 spurten in 4,2 Sekunden auf Tempo 100, die stärkeren benötigen nur 3,9 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt jeweils bei 250 km/h, lässt sich aber auf Wunsch und gegen Aufpreis auf 290 km/h anheben. Als Verbrauch gibt BMW für die handgeschalteten Modelle 10,8 Liter auf 100 Kilometer an, die Automatik drückt den Normwert auf 10,2 Liter.

Optisch orientiert sich der M3 mehr am M4 als an den zivilen Varianten der 3er-Reihe, trägt er doch den Kühlergrill des 4ers mit den extra großen Nieren. M3 und M4 treten dadurch einheitlich auf. Auch die vergrößerten Lufteinlässe, die Rennsport-Schweller und den Heckdiffusor teilen sich die beiden Karosserievarianten. Stärkstes Unterscheidungsmerkmal bilden die zwei Fondtüren des M3, die beim M4 Coupé fehlen.

Als dritte Ausführung wird es erstmals einen M3 Touring geben - der Kombi dürfte aber erst zur Mitte des Modellebenszyklus nachgereicht werden. Bis dahin freut sich Haustuner Alpina über Bestellungen - der Alpina BMW B3 ist bereits als Kombi erhältlich.

Beim Fahrwerk setzen die Münchner auf elektronisch geregelte Stoßdämpfer und eine gegenüber den Standardmodellen modifizierte Konstruktion von Vorder- und Hinterachse. Letztere trägt 19-Zoll-Felgen, während vorne 18-Zöller zum Einsatz kommen. Bei den „Competition“-Modellen fallen die Dimensionen jeweils eine Nummer größer aus. Optional ist eine Keramikbremse zu haben.

Die Preise werden erst im November bekannt gegeben, dürften aber bei knapp 100.000 Euro starten. Es ist von einer Preissteigerung zu den Vorgängermodellen im knapp fünfstelligen Bereich auszugehen.

 krone.at
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