15.09.2020 05:00 |

Karzinom beim Mann

Prostatakrebs - wenig bekannt und unterschätzt

Am 15. September ist europäischer Prostatakrebs-Tag, um auf diese bösartige Erkrankungen aufmerksam zu machen. 5.200 Österreicher erhalten jährlich diese Diagnose, etwa 1.200 davon sterben daran. 

Männer wissen nicht genug über ihre Prostata und das diesebezügliche Krebsrisiko! Denn laut einer aktuellen Umfrage der European Association of Urology (EAU) ist ihre Information zu diesem häufigsten Krebs des männlichen Geschlechts gelinde gesagt bescheiden. So gehen gar 54 Prozent der Befragten davon aus, dass Frauen eine Prostata haben.

Drei Viertel haben zudem nur begrenzte Kenntnisse über die Symptome des Prostatakrebses, wie zum Beipiel vermehrter Harndrang, vor allem nachts Schwierigkeiten am Beginn des Urinierens, Harnverhalten, schwacher oder unterbrochener Urinfluss, schmerzhafte Ejakulation sowie Blut in Harn oder Samenflüssigkeit. „Die Ergebnisse unserer jüngsten Umfrage zeigen deutlich, dass die Menschen schlecht informiert sind, wenn es um urologische Erkrankungen geht. Vor allem Männer verschließen die Augen vor Symptomen und Frühdiagnose“, kommentiert Univ.-Prof. Hendrik Van Poppel, Urologe und stellvertretender Generalsekretär der EAU.

Ekkehard Franz Büchler, Obmann der Selbsthilfe Prostatakrebs, fordert vor allem eines: „Prostatakrebs muss in die gesundheitlichen Vorsorgeuntersuchungen aufgenommen werden - genauso wie Brust-, Darm- und Gebärmutterhalskrebs!“ Experten raten dazu, dass Männer in den Vierzigern einen Basis-PSA-Test (Bestimmung der Menge an „Prostata-spezifischem Antigen“ im Blut) machen, besonders jene mit höherem Risiko aufgrund ihrer Familiengeschichte. Der Test zeigt, ob weitere Untersuchungen folgen müssen.

Eva Greil-Schähs, Kronen Zeitung

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Freitag, 18. September 2020
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