Nicht zu knacken

Passwörter der Zukunft verstecken sich in Landkarten

Web
21.09.2010 13:54
US-Computerspezialist Bill Cheswick hat auf einer Cyber-Sicherheitskonferenz in New York eine Idee für das Passwort der Zukunft vorgestellt, an dem sich Hacker seiner Meinung nach die Zähne ausbeißen würden: Statt eines Codes sollen Menschen künftig Orte auf Landkarten eingeben.

Cheswicks Idee: In Zukunft sucht sich jeder User Orte auf Landkarten aus - möglichst nahe herangezoomt kennt nur er den genauen Punkt. Es solle sich dabei um eine Gegend handeln, die der Benutzer nie selbst besucht habe, so der IT-Spezialist - der Ort, an dem man die Kindheit verbracht habe, sei beispielsweise keine gute Idee, da für Hacker nachvollziehbar, erklärte er gegenüber "MSNBC".

Wer sich für einen Ort entschieden habe, erhalte daraus ein zwanzigstelliges Passwort, das aus zehn Zeichen für den Längen- und zehn für den Breitengrad bestehe. Dieses System sei für Hacker und ihre Programme unknackbar, so Cheswick. Bereits seit zehn Jahren existieren Passwortsysteme, bei denen Bilder angeklickt werden müssen - diese können jedoch mit Trojanern, die die Mausbewegungen aufzeichnen, ausspioniert werden. Das soll mit dem Landkarten-System nicht möglich sein, schließlich ist der genaue Zoom-Grad dem Programm unbekannt, ebenso wie welche Landkarte verwendet wurde.

Ob das System für die breite Masse schnell und einfach genug zu benutzen ist, hat Cheswick noch nicht getestet. Er geht jedoch davon aus, dass die Bequemlichkeit bei der Passwortwahl aufgrund immer mehr Hackerattacken bald in den Hintergrund treten wird.

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