
Am 30. Juli ist die Menschheit heuer rechnerisch an jenem Punkt angelangt, an dem alle natürlichen Ressourcen verbraucht sind, die die Erde innerhalb eines Jahres erneuern kann. Ab diesem sogenannten Welterschöpfungstag lebt die Welt ökologisch auf Kredit.
Der Welterschöpfungstag hat sich in den vergangenen 30 Jahren von Oktober in den Juli verlegt. Für die Umweltschutzorganisation laut Global 2000 sind Kreislaufwirtschaft und ein Gesetz gegen Fast Fashion unabdingbar. Kritisiert wurden aber auch KI-Rechenzentren, große Autos und deren Infrastruktur.
Auch Greenpeace nimmt Fast-Fashion-Marken wie Shein, AliExpress oder Temu in die Kritik. Ihr Geschäftsmodell setze auf immer mehr Produkte, immer niedrigere Preise und immer kürzere Nutzungszyklen. Das führe zu mehr Ressourcenverschwendung, mehr Müll und einer wachsenden Verpackungsflut.
„Vermüllen Planeten“
„Mit Billigwaren, Wegwerfprodukten und unendlichen Mengen an Verpackungsmüll verschwenden sie unsere globalen Ressourcen und vermüllen den Planeten“, so Greenpeace. Genau jene Krisen, auf die der Welterschöpfungstag aufmerksam machen soll, würden dadurch weiter verschärft.
Katar an negativer Spitze des Rankings
Angeführt wird die Liste im negativen Sinne vom Ölstaat Katar, bei dem der „Overshoot Day“ bereits am 4. Februar war. Der geringste Verbrauch wurde indessen für Honduras berechnet – hier fällt der Erderschöpfungstag auf den 27. November.
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