30.08.2010 09:22 |

Schwachstelle

Jeder vierte neue Wurm verbreitet sich über USB

Handys, externe Festplatten, MP3-Player oder ähnliche Speichergeräte gehören mittlerweile zum Alltag - für Online-Kriminelle eignen sich diese Geräte daher als optimale Viren-Träger. Einer aktuellen Studie der Virenexperten von Panda Security zufolge nutzt mittlerweile jeder vierte neu programmierte Wurm USB-Anschlüsse als Eintritt in den PC.

Im Rahmen ihrer Studie analysierten die Experten die PCs in 10.470 Unternehmen aus Europa, Nord- und Lateinamerika auf Infektionen und deren Ursachen. Bei 25 Prozent der Firmen konnte ein an den PC angeschlossenes USB-Gerät als Auslöser identifiziert werden. Der Trend zu solchen Infektionen zeichnete sich bereits im vergangenen Jahr ab, als der Wurm Conficker IT-Sicherheitsexperten mit millionenfachen Infektionen in Atem hielt. In diesem Jahr reihten sich bereits unter anderem die Fälle Mariposa und Vodafone in die gefährliche Trendwende ein.

Beim Anschluss von USB-Geräten an den Computer greift Windows auf die sogenannte Autorun.inf-Datei zurück. Sie liegt im Hauptverzeichnis des Gerätes und ermöglicht es, Dateien oder Anwendungen vollautomatisch bei einer Verbindung zum PC zu starten. Online-Kriminellen missbrauchen diese Funktion gezielt für ihre Zwecke: Sie programmieren ihre Schädlinge für die Manipulation der Autorun.inf-Datei, damit auch Schädlinge auf dem USB-Gerät vollautomatisch gestartet werden. Der PC wird auf diese Weise unmittelbar nach Anschluss des Gerätes infiziert.

Mit "USB Vaccine" (siehe Infobox) stellt Panda Security einen kostenlosen Schutz vor USB-Infektionen zur Verfügung. Das Tool deaktiviert eigenen Angaben zufolge die Autorun.inf und soll so den Eintritt von Schädlingen über USB-Geräten auf den PC verhindern.

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