Mediziner warnen

Elektro-Roller als Gesundheitsfalle

Gesund
17.06.2020 05:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Das Fahren mit E-Scootern wird immer beliebter. Sie sind modern, cool und aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Jedoch warnt nun die Österreichische Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (ÖGSMP) vor negativen Auswirkungen dieses Trends.

„Durch E-Scooter-Fahren verkürzt sich die ohnehin dürftige Wegstrecke, die wir täglich zurücklegen, eklatant. Das aktive Bewegungsbewusstsein der Menschen muss stärker gefördert werden, indem man Alltagswege wieder vermehrt zu Fuß oder per Fahrrad bewältigt“, spricht sich ÖGSMP-Präsident Doz Dr. Günther Neumayr für eine Einschränkung der elektrisch betriebenen Roller in den Ballungsräumen aus. Zudem besteht eine nicht zu unterschätzende Selbst- und Fremdgefährdung durch Unfälle oder achtlos abgestellte Geräte. Letzteres birgt vor allem für blinde und sehbehinderte Passanten ein erhöhtes Verletzungsrisiko. Ebenso beherrschen die wenigsten Benutzer das einhändige Fahren und können daher keine Richtungszeichen geben.

Der Anteil der körperlich inaktiven Menschen wird von Jahr zu Jahr größer und beträgt laut aktuellen Untersuchungen der WHO (Weltgesundheitsorganisation) zirka 30 Prozent der weltweiten Gesamtbevölkerung. Es ist daher wichtig, entsprechende Anreize zu schaffen, um Menschen wieder zu vermehrter Alltagsaktivität zu bringen. Wer auf das Fahren mit den Elektro-Rollern verzichtet und diese Wegstrecken stattdessen zu Fuß geht, leistet somit nicht nur einen Beitrag für den Schutz der Umwelt sondern auch für seine Gesundheit.

Regina Modl, Kronen Zeitung

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