12.05.2020 12:22 |

Kampf gegen Fake News

Facebook lässt jetzt in Österreich Fakten prüfen

Facebook weitet sein Faktencheck-Programm auf Österreich und die Schweiz aus. Die Deutsche Presse-Agentur, die bereits seit März 2019 ein Partner des Faktenprüferprogramms für Deutschland ist, nehme ab sofort auch Inhalte aus den beiden Ländern unter die Lupe, teilte das soziale Netzwerk am Dienstag mit.

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) werde in beiden Ländern eigene Faktencheck-Teams aufbauen, hieß es in der Aussendung von Facebook. In der Startphase wird die dpa vom Faktencheck-Team der Austria Presse Agentur (APA) unter Florian Schmidt unterstützt. Für die Schweiz plane man eine ähnliches Modell mit Keystone-SDA. Alle Teilnehmer am Faktencheck-Programm weisen eine Zertifizierung des International Fact-Checking Networks (IFCN) auf, das strikte Regeln für nachvollziehbare Faktenchecks festgelegt hat.

Beschränkung der Reichweite
Weltweit arbeite Facebook derzeit mit über 60 unabhängigen, externen Faktenprüfern zusammen, mehr als 50 Sprachen würden so abgedeckt. Sobald die Faktencheck-Profis einen Beitrag als „falsch“ einstufen, wird dieser vonseiten des Netzwerks in der Reichweite beschränkt (auf Facebook und auch auf Instagram), erläuterte der Konzern das Prinzip. Den Usern würden „zusätzlich verlässliche Informationen“ der Faktenprüfer angezeigt. Außerdem würden Personen, von denen die falschen Inhalte bereits geteilt wurden, benachrichtigt.

Warnungen zu 40 Millionen Beiträgen
Allein im März hat Facebook laut eigenen Angaben im Zusammenhang mit Covid-19 Warnungen zu rund 40 Millionen Beiträgen angezeigt, Grundlage dafür waren demnach an die 4000 Bewertungen der unabhängigen Faktenprüfer. „Aufgrund der Warnhinweise haben sich Nutzer in etwa 95 Prozent der Fälle den ursprünglich ausgewählten Inhalt letztlich nicht anzeigen lassen“, hielt Facebook fest.

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