04.05.2020 13:00 |

Luxus-Legende-Wagen

29 Wahrheiten über Rolls-Royce - und eine Lüge

Die Marke Rolls Royce lebt seit Jahrzehnten - auch in der Zeit von Hightech und Künstlicher Intelligenz - von einer unvergleichlichen Mischung von Mythen und Wahrheiten - immer wieder geschickt verschleiert und gepflegt als der Stoff, aus dem die Träume sind. Wir haben 29 dieser exklusiven Wahrheiten gesammelt - und entlarven eine Lüge.

Im Prototypenstadium musste der 6,75-Liter-V12-Motor von Rolls-Royce 750 Millionen Mal fehlerfrei drehen, bevor er für die Produktion freigegeben wurde.

Der Mechanismus, mit dem die Kühlerfigur Spirit of Ecstasy verborgen wird, um Diebstahl und Beschädigung zu verhindern, besteht aus 24 nicht sichtbaren Verbindungen und Lagern.

14 hochqualifizierte Rolls-Royce-Ingenieure betreiben 365 Tage im Jahr eine Flotte aus 16 intensiv genutzten Testfahrzeugen zusätzlich zu ihrer normalen Arbeitsbelastung.

Die Sensoren in einem Rolls-Royce sind so empfindlich, dass sie erkennen können, ob der Fahrer oder der Beifahrer sein Körpergewicht von einer Seite zur anderen verlagert.

Das maßgeschneiderte Audiosystem mit 1300 Watt und 18 Lautsprechern in einem Rolls-Royce ist so präzise auf das Fahrzeug abgestimmt, dass sich Interieur-Designer erst die Erlaubnis des Audioingenieurs einholen müssen, bevor sie Änderungen vornehmen.

Ähnlich wie das Holzfurnier ist das Carbon-Gewebe, das die Basis der Abdeckung Aero Cowling beim Rolls-Royce Dawn bildet, fachmännisch handgefertigt, um ein perfektes Chevron-Muster zu erzielen.

Interessanter Ursprung für den Sternenhimmel
Der oft zitierte Starlight Headliner war ursprünglich eine individuelle Bespoke-Anfrage. Ein-Kunde litt an Photophobie, einer extremen Lichtempfindlichkeit, und konnte seine Tageszeitung nur im Sternenlicht auf seiner ländlichen Ranch lesen. Er forderte Rolls-Royce auf, in seinem Rolls-Royce ein ähnliches Ambiente zu schaffen.

Einer der ersten Kunden, der seinen Rolls-Royce Cullinan erhielt, hat das Fahrzeug vollständig über WhatsApp abgestimmt. Er sah das fertige Produkt erst bei dessen Ankunft bei ihm zu Hause in den USA.

Vor dem Bau des Reinraums, in dem die Gallery des Rolls-Royce Phantom montiert wird, besuchten Mitarbeiter von Rolls-Royce die Reinräume für Pharmazeutika und Mikroprozessoren, um die Mechanismen der komplexen Fertigungslaboratorien vollständig zu verstehen.

Ein Rolls-Royce Wraith benötigte 2015 beim berühmten Hillclimb des Goodwood Festival of Speed nur 52,71 Sekunden - eine Leistung, die zwei Maserati-Modelle, ein Porsche und ein Bentley nicht übertreffen konnten.

Sommeliers empfehlen als optimale Serviertemperatur für Champagner ohne Jahrgang sechs Grad Celsius und für Jahrgangschampagner elf Grad Celsius. Rolls-Royce stattet seine Automobile mit einem Kühlschrank aus, der in zwei Kühlmodi auf sechs oder elf Grad kühlt. Der kühlt aber nicht nur Champagner.

Der Schalldämmung des Phantom traute der in London ansässige Musiker Skepta so sehr, dass er vom Rücksitz aus einen Track aufnahm.

Im Jahr 2018 fügte Rolls-Royce dem Starlight Headliner acht Sternschnuppen hinzu, die zufällig über den Dachhimmel schießen.

Um das spiegelglatte Finish zu erreichen, werden fünf Farbschichten von den einzigen Robotern aufgetragen, die es bei Rolls-Royce gibt. Alle schwer zugänglichen Stellen werden von hochqualifizierten Farbexperten bearbeitet. Insgesamt dauert das Auftragen einer makellosen Außenlackierung sieben Tage und verbraucht über 50 Kilogramm Farbe.

Die Herstellung der Lederelemente eines Rolls-Royce-Interieurs dauert 17 Tage.

Die detaillierteste Einzelstickerei in einem Rolls-Royce ist ein Wanderfalke, der schnellste Vogel der Welt. Das fotorealistische Design besteht aus fast 250.000 Stichen. Das Team von Designern, Handwerkern und Ingenieuren brauchte einen Monat.

Die Herstellung der 48 Holzteile, aus denen ein Phantom Interieur besteht, dauert 28 Tage. Für den Eindruck der nahtlosen Maserung wird für jedes Fahrzeug nur Holz von einem einzigen Baum verwendet.

Mark Court ist der einzige Mann, der in der Lage ist, eine perfekt gerade Coachline von Hand auf den Phantom aufzutragen. Insgesamt dauert der Vorgang drei Stunden pro Seite. Court verwendet spezielle Pinsel aus Ochsen- und Eichhörnchenhaar, um sicherzustellen, dass die Linie gleichmäßig eben und drei Millimeter breit ist.

Ein Rolls-Royce ist so leise, dass Sir Henry Royce in der Fabrik die Anbringung von Schildern mit der Aufschrift „Vorsicht, stille Autos“ anordnete. Moderne Gesundheits- und Sicherheitsvorgaben schreiben vor, dass Beschäftigte, die Fahrzeuge in der Produktionsstätte manövrieren, als Warnung zeitweise die Hupe betätigen müssen.

Ein Rolls-Royce fährt auf einem 16 Liter großen Luftkissen, das mit Dämpfern und Federn verbunden ist, die sich alle fünf Millisekunden dynamisch anpassen, um das souveräne Dahingleiten zu erreichen.

Gelogen
Der Legende nach fuhr Keith Moon während einer besonders wilden Geburtstagsfeier seinen Rolls-Royce Corniche in ein Hotelschwimmbad. Diese Geschichte ist falsch - er mochte das Fahrzeug viel zu sehr, um es zu beschädigen.

Bei der Entwicklung der Rolls-Royce-Architektur, auf der alle aktuellen Modelle basieren, haben die Ingenieure eine Resonanzkammer in den Schwellerbereich der Karosserie eingebaut. Sie verwandelt die Karosserie in eine Art Subwoofer und liefert eine außergewöhnliche Niederfrequenz-Audioleistung.

Eine Wärmestation bringt während der Fertigung jede Karosserie auf exakt 25 Grad Celsius. Das stellt sicher, dass die Gummidichtung zwischen Schiebedach und Karosserie perfekt zusammenpasst. So werden störende Geräusche über viele Jahre hinweg vermieden.

Der Bau eines Rolls-Royce benötigt 60 Paar Hände und 400 Stunden. Dies kann sich je nach Komplexität eines Bespoke-Auftrags mehr als verdoppeln.

Rolls-Royce verkauft Automobile auf fünf Kontinenten. Wenn ein Kunde in einem Land ohne Händler lebt, fliegen speziell ausgebildete Techniker in sein Heimatland, um das Fahrzeug zu warten. Diese kleine Gruppe von Experten wird liebevoll „Flying Doctors“ genannt.

Der Auftrag an die Ingenieure bei der Entwicklung des Dachmechanismus für den Rolls-Royce Dawn bestand darin, ein leises Ballett zu erschaffen. Es gelang ihnen, denn das Verdeck ist das größte Serien-Cabriodach der Welt und auch das leiseste.

Während der Erprobung des Rolls-Royce Dawn mussten leitende Test- und Analyseingenieure Shorts tragen, damit sie einen möglichen unangenehmen Luftstrom um ihre Beine und Füße feststellen konnten. Dieser Test wurde im Jänner bei drei Grad Celsius durchgeführt.

Bei 100 km/h hat ein Rolls-Royce immer noch 90 Prozent Leistungsreserve.

Ein Sensor im Reinraum für die Herstellung der Gallery misst kontinuierlich die Partikelkonzentration. Ein Alarm wird ausgelöst, wenn Partikel mit einer Größe von mehr als 0,001 Mikrometer erkannt werden. Die Breite eines menschlichen Haars liegt zwischen 50 und 100 Mikrometer im Durchmesser.

Die Spirit of Ecstasy wird so geschätzt, dass es einen verschlossenen Safe gibt, der nicht mehr Kühlerfiguren enthält, als für einen Produktionstag benötigt werden. Der Sicherheitscode ist nur einem kleinen Personenkreis bekannt.

(ampnet)

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