22.04.2020 05:01 |

Tödliche Gefahr

Jetzt beginnt die Hochsaison für Fensterstürze

Jährlich sterben bis zu drei Kinder in Österreich durch Stürze aus Fenstern oder von Balkonen. In der Corona-Zeit, in der viele zu Hause bleiben, könnten sich die Unfälle häufen.

Vor kurzem fiel ein siebenjähriges Mädchen aus dem Fenster, weil es ohne Eltern nicht in der Wohnung bleiben wollte. Und die Experten befürchten noch weitere Opfer, nun, da die meisten Kinder fast immer zu Hause sind. Grundsätzlich passieren diese Unfälle das ganze Jahr hindurch, es zeigt sich jedoch ein Höhepunkt in den Monaten Mai bis September.

Dr. Peter Spitzer vom Forschungszentrum für Kinderunfälle des Vereins „Große schützen Kleine“: „Das typische betroffene Kind ist laut langjähriger Betrachtung unter fünf Jahre alt (75 %) und männlich (65 %). Allein im 2. und 3. Lebensjahr geschieht jeder zweite Fenstersturz. Rund jedes sechste Ereignis endet tödlich. Entscheidend sind natürlich hauptsächlich die Fallhöhe und die Beschaffenheit der Aufprallstelle.“ Das Drama passiert vor allem in Mehrparteienhäusern. Ab dem dritten Stock steigt die Todesrate signifikant an, ab dem 4. Stock ziehen sich 80 Prozent der kleinen Betroffenen tödliche Verletzungen zu.

Experten raten: Montieren Sie versperrbare Fenstergriffe! Diese können einfach nachgerüstet werden und sind in Möbelhäusern, Baumärkten sowie in diversen Online-Shops kostengünstig zu erwerben. Ziehen Sie den Schlüssel ab und bewahren Sie ihn unerreichbar auf. Fenstergitter sind kein ausreichender Schutz. Auch Balkone versperren. Lassen Sie Ihren Sprössling niemals alleine, wenn Sie einen Raum lüften, auch nicht für einen „kurzen Augenblick“! Übertragen Sie dabei Kindern niemals die (alleinige) Aufsicht für jüngere Geschwister!

Eva Greil-Schähs, Kronen Zeitung

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