08.04.2020 13:02 |

Generalüberholt

Messenger-Legende ICQ greift jetzt WhatsApp an!

Lange vor WhatsApp, dem Facebook-Messenger und anderen Kommunikationsmitteln der digitalen Moderne gab es ICQ. Für viele Internetnutzer war das Tool vor gut 20 Jahren der Einstieg ins Instant-Messaging, allerdings verschlief Mutterkonzern AOL damals die Entwicklung und überließ Rivalen wie Skype das Parkett. Jetzt soll ICQ - seit zehn Jahren unter dem Dach des russischen Mail.ru-Konzerns - als generalüberholter Messenger für die Gegenwart zurückkehren.

Das blumige Logo ist noch das gleiche wie einst, ansonsten erinnert die Neuauflage „ICQ New“ eher an moderne Messenger wie Signal, Telegram oder WhatsApp. Der Betreiber bietet ein Internet-Interface an, um auf ICQ New zuzugreifen, alternativ gibt es eine Desktop-Anwendung für Windows, macOS und Linux sowie Smartphone-Apps für Android und iOS.

Moderner Funktionsumfang wie bei der Konkurrenz
Aufmachung und Funktionsumfang erinnern an die Konkurrenz: Neben Direktnachrichten können auch Fotos und andere Medien verschickt werden, es gibt eine ordentliche Emoji-Auswahl und sogar die Möglichkeit, eingehende Sprachnachrichten automatisch verschriftlichen zu lassen. Ob das auch bei der deutschen Version funktioniert, ist noch offen.

Gute Voraussetzungen - zumindest in Russland
Die Voraussetzungen für den Neustart sind zumindest in der Heimat des ICQ-Besitzers Mail.ru gut. In Russland ist der Internetkonzern sehr bekannt, das könnte der ICQ-Neuauflage nützen. Wie viele internationale Nutzer ICQ New anlocken wird, bleibt abzuwarten. Der Nostalgiefaktor mag groß sein, der Markt für Messenger ist aber einigermaßen gesättigt. Außerdem geriet Mail.ru in der Vergangenheit mit schwachem Datenschutz in Verruf.

Schwerpunkt auf Gruppen-Konversationen
Einen Schwerpunkt will die Marke ICQ, die schon seit zehn Jahren zu dem russischen Konzern gehört, auf Gruppen-Chats und Telefonkonferenzen legen. Nutzer von ICQ New sollen Chatgruppen mit bis zu 10.000 Mitgliedern anlegen können, Telefonkonferenzen sollen mit bis zu 30 Teilnehmern möglich sein, berichtet das IT-Portal „WinFuture“.

Dominik Erlinger
Dominik Erlinger
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