08.04.2020 09:23 |

Trotz Coronavirus

Amazon-Gründer weiterhin reichster Mensch der Welt

Trotz seiner teuren Scheidung verteidigt Amazon-Chef Jeff Bezos im dritten Jahr in Folge den Spitzenplatz in der „Forbes“-Liste der reichsten Menschen der Welt. Das am Dienstag in New York veröffentlichte Ranking des US-Wirtschaftsblatts zeigt, dass die Corona-Krise auch Superreiche belastet - jeder zweite von ihnen ist wegen starker Verluste an den Finanzmärkten weniger vermögend als im Vorjahr.

Insgesamt zählte „Forbes“ 2095 Milliardäre - 58 weniger als im Vorjahr. Ihr Vermögen schrumpfte um 700 Milliarden (649 Milliarden Euro) auf acht Billionen Dollar (7,41 Billionen Euro). US-Präsident Donald Trump etwa verlor dem Blattt nach aufgrund der Corona-Pandemie binnen eines Monats eine Milliarde Dollar und stürzte deshalb mit einem Vermögen von 2,1 Milliarden Dollar von Platz 715 auf Platz 1001 ab.

Das Milliardärs-Ranking basiert jedoch lediglich auf Schätzungen, für die „Forbes“ öffentlich zugängliche Informationen zu Vermögenswerten wie Aktien, Immobilien, Kunstobjekten oder Luxusgütern sammelt. Es gibt immer wieder Zweifel an der Zuverlässigkeit der Angaben. Die Erhebung wurde am 18. März abgeschlossen. Tagesaktuelle Schätzungen veröffentlichen „Forbes“ und der Rivale „Bloomberg Billionaires“ auf ihren Websites.

Amazon-Gründer trotz Scheidung weiter auf Platz eins
Obwohl Amazon-Chef Bezos seiner Ex-Frau MacKenzie bei der Trennung ein Aktienpaket im Wert von etwa 36 Milliarden Dollar überließ, bleibt er laut „Forbes“ mit einem Vermögen von 113 Milliarden Dollar der reichste Mensch der Welt. An zweiter Stelle rangiert unverändert Microsoft-Gründer Bill Gates, dessen Reichtum nach Schätzung des Magazins um 1,5 Milliarden auf 98 Milliarden Dollar anstieg.

Auf Platz drei zog indes der Chef des Luxusgüter-Konzerns LVMH, Bernard Arnault (76 Milliarden Dollar), an US-Starinvestor Warren Buffett (67,5 Milliarden Dollar) vorbei. Oracle-Chef Larry Ellison landet mit geschätzten 59 Milliarden auf Platz fünf, vor Amancio Ortega, Chef der Modehaus-Kette Zara, mit 55,1 Milliarden Dollar und Facebook-Chef Mark Zuckerberg auf Rang sieben mit 54,7 Milliarden Dollar.

Tochter von Walmart-Gründer ist reichste Frau
Die reichste Frau in der Liste ist Alice Walton, Tochter des Walmart-Gründers Sam Walton. Sie belegt mit 54,4 Milliarden Dollar den neunten Rang. Ihre Brüder Jim (54,6 Milliarden) und Rob (54,1 Milliarden) belegen im Ranking die Plätze acht und zehn. Mackenzie Bezos, Ex von Amazon-Gründer Jeff Bezos, hat es durch die Scheidung übrigens aunf Platz 22 geschaft. Ihr Vermögen beträgt laut „Forbes“ 36 Milliarden Dollar.

Knapp die Top Ten verfehlt hat Ex-Microsoft-Chef Steve Ballmer: Er landet mit 52,7 Milliarden Dollar auf Platz elf. Die Google-Gründer Larry Page (50,9 Milliarden) und Sergey Brin (49,1 Milliarden) landen im Reichen-Ranking auf Platz 13 und 14. Twitter-Gründer Jack Dorsey schaffte es mit seinen 3,3 Milliarden Dollar nur auf Platz 804. Der 43-Jährige hatte am Dienstag angekündigt, mehr als ein Viertel seines Vermögens im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu spenden.

Milliardäre sollten bis zu 60 Prozent ihres Vermögens abgeben
Die Nicht-Regierungsorganisation Attac spricht sich angesichts der globalen Krise indes für eine Reichensteuer aus. Milliardäre sollten bis zu 60 Prozent ihres Vermögen abgeben, um die Kosten der Krise zu finanzieren. Konkret fordert Attac einen „einmaligen Lastenausgleich“, gestaffelt nach Vermögen, so die NGO.

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