Der an Krebs erkrankte Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) befindet sich seit nunmehr zwei Wochen in Therapie und geht mit seiner Erkrankung sehr offen um. Am Rande des Sommerministerrats in der Schwarzenberg-Kaserne in Salzburg hat er ein kleines Update über seinen Gesundheitszustand gegeben.
„Ich war ein paar Tage auf Urlaub. Es geht mir gut, ich fühle mich fit“, erklärte der SPÖ-Politiker, der eine Kopfbedeckung trug, vor Beginn des Ministerrats. Nach diesem kurzen Update erläuterte Marterbauer, welche Themen beim Treffen der Regierung abgehandelt werden sollen.
Seit Kurzem „einer von über 400.000 Österreichern“
Der Minister hatte seine Erkrankung am 13. Juli via E-Mail an die Redaktionen des Landes bekannt gegeben. „In Österreich leben deutlich über 400.000 Menschen mit einer Krebsdiagnose. Seit Kurzem bin ich einer davon“, schrieb der Minister.
Und weiter: „Es handelt sich bei meiner Diagnose um ein Lymphom. Eine Erkrankung, die in den letzten Jahren dank umfangreicher Forschung und des guten österreichischen Gesundheitssystems sehr gute Heilungschancen aufweist.“ Wichtig hierfür sei aber, „dass ich unmittelbar eine entsprechende Therapie beginne“. Diese werde in den kommenden drei Monaten stattfinden.
Ein Lymhom ist eine bösartige Tumorerkrankung des lymphatischen Systems – umgangssprachlich wird es oft als „Lymphdrüsenkrebs“ bezeichnet. Bei dieser Erkrankung vermehren sich weiße Blutkörperchen unkontrolliert und entarten.
Lymphome machen sich häufig durch geschwollene Lymphknoten bemerkbar. Dazu können allgemeine Beschwerden wie Fieber, sehr starkes Schwitzen oder Gewichtsverlust auftreten.
Genesungswünsche aus allen Parteien
Nach der Bekanntmachung der Krebserkrankung langten aus der Politik via soziale Medien zahlreiche Genesungswünsche ein. Bundespräsident Alexander Van der Bellen erklärte, viele Menschen in Österreich würden mit der Diagnose Krebs leben – „darauf hat Finanzminister Markus Marterbauer heute hingewiesen, als er seine eigene Diagnose öffentlich gemacht hat“. Diese Transparenz erfordere „viel Mut – ein starkes Zeichen für Betroffene“. „Ich wünsche Ihnen, lieber Herr Bundesminister, viel Kraft, Zuversicht und gute Genesung“, so das Staatsoberhaupt.
Auch Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) wünschte dem Finanzminister via X alles Gute: „Lieber Markus, ich wünsche dir viel Kraft, Mut, Zuversicht und vor allem eine schnelle und vollständige Genesung. Du kannst dir gerade in dieser persönlich schwierigen Zeit der Unterstützung der gesamten Bundesregierung sicher sein“, betonte er.
Marterbauers Parteifreund und SPÖ-Chef Andreas Babler schrieb, er wünsche Marterbauer „viel Kraft und Zuversicht für die kommenden Wochen“. „Das letzte Jahr hast du dich um die Republik gekümmert, jetzt kümmere dich bitte gut um dich, damit wir dich bald wieder ganz gesund bei uns zurück haben! Alles Gute und viel Kraft, mein Freund.“
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.