Drama am Elbrus

Wettersturz wird zur Todesfalle für 5 Alpinisten

Ausland
27.07.2026 14:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein plötzlicher Wetterumschwung wurde einer internationalen Bergsteigergruppe am höchsten Gipfel Russlands zum Verhängnis: Fünf ausländische Alpinisten sind am Mount Elbrus tot aufgefunden worden. Zwei weitere Mitglieder der siebenköpfigen Gruppe überlebten das Unglück, nachdem die Kletterer laut Behördenangaben bei immer schlechter werdenden Bedingungen von ihrer Route abgekommen waren.

Die russischen Behörden teilten mit, dass die Leichen von fünf Bergsteigern gefunden worden seien. Bei den Toten soll es sich nach ersten Angaben um Staatsbürger aus Bosnien und Herzegowina handeln. Die genaue Identität der Opfer wurde zunächst nicht offiziell bestätigt.

Der britische „Guardian“ berichtete unter Berufung auf Behördenangaben und staatliche Medien, dass die Gruppe am Freitag mit dem Aufstieg auf den Elbrus begonnen habe. Am darauffolgenden Abend sei sie wegen sich rasch verschlechternder Wetterbedingungen von der vorgesehenen Route abgekommen.

Ein Mitglied der Gruppe habe sich ins Tal begeben und die Einsatzkräfte verständigt, nachdem zwei Bergsteiger in rund 5100 Metern Höhe erkrankt und gestorben seien.

Schwierige Suche bei starkem Wind
Nach Angaben der örtlichen Staatsanwaltschaft fanden Rettungskräfte anschließend einen weiteren Überlebenden sowie die Leichen von drei weiteren verstorbenen Kletterern. Zuvor hatten die Behörden bereits gemeldet, dass zwei Tote geborgen worden seien und nach drei weiteren Vermissten gesucht werde.

Die Rettungs- und Bergungsarbeiten wurden laut russischen Medien durch schwierige Wetterbedingungen erschwert. Besonders starke Winde hätten den Einsatz am Berg behindert.

Opfer stammen offenbar aus Bosnien
Bosniens Außenminister Elmedin Konakovic bestätigte Berichte über die Todesfälle und bezeichnete das Unglück als „große Tragödie“. Nach Angaben bosnischer Medien sollen alle sieben Mitglieder der Expedition aus der zentralbosnischen Stadt Zenica stammen. Unter den Teilnehmern sollen sich demnach auch ein verheiratetes Paar sowie eine Ärztin eines örtlichen Krankenhauses befunden haben.

Der Mount Elbrus liegt nördlich der Grenze zu Georgien und erreicht eine Höhe von 5642 Metern. Der Berg gilt wegen seiner schnell wechselnden Wetterverhältnisse und schwierigen Bedingungen als besonders anspruchsvoll für Bergsteiger.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung