29.07.2010 09:56 |

Brite verleumdet

12.000 Euro Schadenersatz für Facebook-Posting

Ein Brite hat für die Beschimpfung als mutmaßlicher Pädophiler auf Facebook Schadenersatz zugesprochen bekommen. Der Oberste Gerichtshof in London bestrafte den Urheber des Eintrags auf dem Profil eines Jurastudenten mit der Zahlung von umgerechnet 12.000 Euro, berichteten britische Medien am Donnerstag.

Der Verurteilte hatte ein kinderpornografisches Foto auf die Seite des Klägers gestellt und geschrieben: "Du magst Kinder und du bist schwul, also wette ich, dass du dieses Bild liebst. Ha ha."

Die Richter entschieden nicht über die Nutzung des Bildes, auf dem sexueller Kindesmissbrauch dargestellt wird, sondern nur über die Verleumdung. Der 24-Jährige hätte unter der Angst leiden müssen, dass seine 800 Facebook-Freunde die Anschuldigung gelesen haben könnten, heißt es zur Begründung.

Ein anderes Gericht hatte den Verurteilten bereits wegen der Verbreitung kinderpornografischen Materials zu 150 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt.

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