22.07.2010 10:14 |

WLAN-Spionage

38 US-Staaten wollen gegen Google vorgehen

Für Google wird es in den USA jetzt ernst: Insgesamt 38 Bundesstaaten haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam gegen den Internetkonzern und seine Datensammelwut vorzugehen. Anführer der Google-Gegner ist der Generalstaatsanwalt von Connecticut, Richard Blumenthal, der bereits seit Wochen um Mitstreiter wirbt.

Unter den Staaten, die Blumenthal am Mittwoch als Unterstützer präsentierte, befinden sich New York, Mississippi, Oregon, Washington, Kansas und Montana. Die Koalition will herausfinden, inwieweit Google mit der Aufzeichnung von ungesicherten WLAN-Verbindungen gegen Gesetze verstoßen hat. Auch wollen sie sicherstellen, dass sich Derartiges nicht wiederholt.

Der Generalstaatsanwalt wiederholte seine bereits vor einem Monat erhobenen Vorwürfe, dass ihm geht die Kooperationsbereitschaft Googles nicht weit genug gehe. "Ihre Auskünfte werfen weiterhin mehr Fragen auf, als sie Antworten geben."

Der Konzern hatte im Zuge seines Street-View-Projekts nicht nur Straßenzüge abfotografiert. Die mit Kameras ausgestatteten Autos fingen auch die Daten unverschlüsselter WLAN-Netzwerke auf und speicherten sie. Nicht nur in den USA sorgte dieses Vorgehen für Empörung, weshalb sich Google weltweit wegen der Datensammelei verantworten muss.

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