17.02.2020 08:06 |

T-Mobile US und Sprint

New York will nicht mehr gegen „Hochzeit“ klagen

Bei der Telekom-Tochter T-Mobile US wächst die Hoffnung auf grünes Licht für die geplante Fusion mit dem Rivalen Sprint. Die Generalstaatsanwältin von New York, Letitia James, erklärte am Sonntag, ihr Bundesstaat werde keine Berufung gegen die vor wenigen Tagen von einem US-Richter erteilten Genehmigung des Zusammenschlusses einlegen.

James hatte bisher den Widerstand gegen das milliardenschwere Vorhaben stellvertretend vorangetrieben. Nach der Genehmigung hatten mehrere Bundesstaaten Berufung gegen die Entscheidung angekündigt. Ob es dabei bleibt oder ob die Gegner des Vorhabens jetzt auf die Linie New Yorks einschwenken, ist bislang unklar.

James erklärte, sie setze anstelle einer Berufung nun darauf, mit allen Beteiligten daran zu arbeiten, dass die Verbraucher die bestmöglichen Preise und Dienstleistungen bekämen. Zudem sollten die Infrastruktur für Mobilfunk in New York ausgebaut werden und gut bezahlte Jobs in dem Bundesstaat entstehen.

Mehrere Bundesstaaten hatten bisher erklärt, sie fürchteten, dass eine Fusion der Nummern drei und vier des US-Mobilfunkmarktes zu höheren Preisen führen werde.

Zusammenschluss an Bedingungen geknüpft
Das US-Justizministerium hat den Zusammenschluss genehmigt, an die Erlaubnis aber Bedingungen wie den Verkauf von Konzernteilen und Mobilfunkfrequenzen geknüpft. Auch die Branchenaufsicht Federal Communications Commission hatte grünes Licht gegeben.

Durch den Zusammenschluss soll ein Mobilfunkriese entstehen, der auf gut 130 Millionen Kunden und einen Jahresumsatz von rund 76 Milliarden Dollar kommt.

In den vergangenen Jahren war die geplante Fusion, die per Aktientausch erfolgen soll, bereits zwei Mal gescheitert. Ursprünglich hatte sie ein Volumen von 26 Milliarden Dollar. Im Zuge gestiegener Aktienkurse liegt das Volumen aber inzwischen bei 40 Milliarden Dollar.

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