Schneller surfen

Finnland erklärt Breitband-Internet zum Grundrecht

Web
02.07.2010 11:21
Als erstes Land der Welt hat Finnland das Recht auf schnelles Breitband-Internet im Grundgesetz verankert. Seit Donnerstag sind Provider dazu verpflichtet, jedem der rund 5,3 Millionen Finnen beim Surfen durchs Web eine Bandbreite von mindestens einem Megabit pro Sekunde zuzusichern, wie das Verkehrs- und Kommunikationsministerium in Helsinki mitteilte.

Ziel des bereits im vergangenen Jahr beschlossenen "1-Megabit-Mandats" ist es, das gesamte Land bis 2015 mit Breitband-Internet zu versorgen. "Wir denken, dass moderne Gesellschaften ohne Internet nicht leben können. Wie Wasser oder Elektrizität brauchen wir eine Internetverbindung", so Laura Vikkonen, Rechtsberaterin des Ministeriums. Dies sei das Recht eines jeden Bürgers.

Finnland gehört bereits jetzt zu den am besten vernetzten Nationen. Rund 95 Prozent der Bevölkerung haben auf irgendeine Art Zugang zum Internet. Mit dem Gesetz soll das Internet vor allem in ländlichen Gegenden, in denen geografische Gegebenheiten den Zugang bislang erschwert haben, verbreitet werden. Laut einem Bericht der BBC sind aktuell noch rund 4.000 Haushalte ohne Internetanschluss.

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