09.01.2020 09:17 |

Entwurf in Deutschland

Bildmanipulation: Passbilder bald nur noch im Amt

Neue Regeln bei Passbildern in Deutschland: Die Fotos sollen künftig nur noch unter behördlicher Aufsicht geschossen werden dürfen. Das geht aus einem Gesetzesentwurf des Bundesinnenministeriums hervor. Mit dem Gesetz soll das sogenannte Morphing, bei dem per digitaler Bildbearbeitung Aufnahmen zweier Personen zu einer verschmolzen werden, verhindert werden.

„Ist ein auf dem Pass enthaltenes Lichtbild auf diese Weise manipuliert, kann nicht nur der Passinhaber, sondern unter Umständen auch eine dritte Person, deren Gesichtszüge im Passbild enthalten sind, den Pass zum Grenzübertritt nutzen“, heißt es im entsprechenden Gesetzesentwurf. Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen deswegen 11.000 Foto-Automaten in den Pass- und Ausweisbehörden des Landes installiert werden. Die Kosten dafür werden mit rund 177 Millionen Euro beziffert.

Keine Freude hat man mit der geplanten Änderung im Einzelhandel: Der Plan würde Millionenumsätze im Handel vernichten, kritisieren die Chefs der Handelsverbände HDE und Technik in einem Brief an Bundesinnenminister Horst Seehofer, welcher der dpa vorliegt. „Angesichts der ohnehin angespannten Lage im stationären Einzelhandel stellt dies eine existenzielle Bedrohung für viele mittelständische Unternehmen dar“, heißt es darin.

Sollten Bundestag und Bundesrat dem Entwurf zustimmen, könnte das Gesetz ab 2022 in Kraft treten.

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