28.10.2019 16:32 |

Riskanter PR-Gag

„Satellit“ von Samsung schlug auf Pferdekoppel ein

Eine Werbeaktion des IT-Riesen Samsung für seine 5G-Technologie hat in den USA riskant geendet. Ein Wetterballon, an dem die Koreaner einen Pseudo-Satelliten mit 5G-Technik und ein Smartphone in rund 20 Kilometer Höhe schickten, landete mitsamt der Technik unsanft auf der Koppel eines Pferdehofes im Bundesstaat Michigan. Der Pseudo-Satellit schlug wenige Minuten vor der Ankunft der Pferde auf der Koppel ein.

Samsungs Marketing hatte zuvor beschlossen, dass es die Möglichkeiten der neuen Mobilfunkgeneration 5G besonders gut demonstriert, wenn man in Felix-Baumgartner-Manier 5G-Technik und ein Smartphone für 200 Stunden in 20 Kilometer Höhe schickt, Internetnutzer über eine App Selfies an das Gespann schicken lässt, die auf dem Smartphone angezeigt, abfotografiert und zurück zur Erde geschickt werden. Zweck der Übung: „Das vorher Unmögliche möglich machen.“

Ballon landete plötzlich auf Pferdehof
Wie viele Internetnutzer sich an Samsungs 5G-Werbeschmäh beteiligt haben, ist nicht bekannt. Wohl aber, wo das Gespann zur Landung - oder besser: kontrolliert zum Absturz - gebracht wurde. Samsungs PR-Gag in Satellitenform landete auf einer Koppel am Pferdehof von Nancy Mumby-Welke im Bundesstaat Michigan - wenige Minuten, bevor Welke und ihr Mann die Pferde nach draußen ließen. Wäre das Objekt später auf den Hof gestürzt, hätte es womöglich ein Tier getroffen.

Samsung sprach von „kontrollierter Landung“
Was der Pferdehofbesitzerin einen Schrecken eingejagt hat, ist aus Sicht von Samsung eine geplante Landung. Der Ballon habe am Samstag seinen Sinkflug angetreten, „Wetterbedingungen resultierten in einer weichen Landung in einer ausgewählten ländlichen Region“, heißt es von Samsung.

Dass es sich bei der ländlichen mitnichten um eine unbewohnte Region handelte, erkannte man erst, als sich Einheimische über die Aktion beschwerten und Einsatzkräfte eine Straße sperren mussten, weil der Ballon sich in einer Hochspannungsleitung verfing. „Wir bereuen jegliche Unannehmlichkeiten, die das verursacht haben könnte“, räumte Samsung gegenüber der „Detroit Free Press“ ein.

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