23.10.2019 11:18 |

Videoüberwachung

Künstliche Intelligenz soll Suizidgefahr erkennen

Um Selbstmordversuche unter Häftlingen zu verhindern, wollen die Justizvollzugsanstalten im deutschen Nordrhein-Westfalen künftig auf künstliche Intelligenz setzen. Mittels „ereignisgesteuerter Videoüberwachung“ von Gefangenen sollen kritische Situationen in den Gefängniszellen frühzeitig erkannt werden.

Bei der ereignisgesteuerten Videoüberwachung sollen auf der Grundlage von Erfahrungen bei der Suizidprävention Situationen erfasst werden, die auf ein geplantes Suizidvorhaben hindeuten, so Nordrhein-Westfalens Justizminister Peter Biesenbach am Dienstag anlässlich der Vorstellung des laut eigenen Angaben in Deutschland „einmaligen“ Forschungsprojekts.

Als relevante Merkmale werden etwa auffällige Verhaltensweisen wie Bewegungsmuster bei einem Strangulationsversuch oder der Einsatz gefährlicher Objekte wie Messer genannt. Ziel des Assistenzsystems sei, die Justizvollzugsbeamten rechtzeitig zu alarmieren. „Jeder Suizid ist eine Tragödie. Wir wollen jede Möglichkeit nutzen, Menschenleben zu retten“, sagte Biesenbach.

In einem ersten Schritt soll nun eine entsprechende Software entwickelt werden. Sollte sich diese in einer anschließenden Testphase als hilfreich erweisen, sollen in einem Pilotprojekt in einer Justizvollzuganstalt suizidgefährdete Gefangene mit Videokameras überwacht werden.

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