Poikans' Anwalt sagte gegenüber Journalisten, sein Mandant bekenne sich dazu, die Daten im Interesse der Öffentlichkeit zugänglich gemacht zu haben. Ob es sich dabei um eine illegale Tätigkeit gehandelt habe, sei aber erst festzustellen.
Mitte Februar war bekannt geworden, dass durch eine Sicherheitslücke im Finanzamt über Monate hinweg insgesamt 120 Gigabyte, beziehungsweise 7,4 Millionen Datensätze kopiert worden waren. In der Folge brachten Poikans und eine sich als "Volksarmee des Vierten Erwachens" (4ATA) bezeichnende Gruppe mehrere davon an die Öffentlichkeit.
Nach eigenen Angaben wollten sie der Bevölkerung damit vor Augen führen, dass die Regierung sich selbst und ihre Unterstützer von den den Bürgern auferlegten Sparmaßnahmen systematisch ausnimmt.
Protest zur Freilassung
Unterstützer Poikans' verlangten am Donnerstag in Riga lautstark dessen Freilassung. Nach Angaben der Nachrichtenagentur LETA versammelten sich über 100 Personen vor dem Regierungsgebäude, darunter bekannte Journalisten, Vertreter von Nichtregierungsorganisationen sowie Studenten und Pensionisten.
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