08.08.2019 15:59 |

Wichtige Tipps

Hitzewarnung für kranke Herzen

Nur kurz war die Atempause bei den hochsommerlichen Rekordtemperaturen. Das Thermometer zeigt vielerorts schon wieder mehr als 30 Grad. Herzkranken macht das oft Angst, vor allem schwüle Witterung setzt ihrer „Pumpe“ zu. Die Sorgen sind nicht unbegründet. Bleiben Sie trotzdem cool und wappnen Sie sich!

Das körpereigene Kühlsystem von Menschen mit Herzproblemen arbeitet oft nicht mehr richtig, Patienten kämpfen mit der Temperaturregelung. Ihr Organ ist schneller überfordert als jenes bei Gesunden. „Erste Anzeichen sind Müdigkeit, Schwindel, der Blutdruck fällt in ungewohnt niedrige Bereiche. Im Extremfall kann es zu Kreislaufversagen, Herzrhythmusstörungen oder Muskelkrämpfen kommen“, warnt Priv.-Dozent Dr. Thomas Berger, ärztlicher Leiter des KH Barmherzige Brüder in Linz. So beugen Sie vor:

  • Anstrengungen vermeiden oder in die kühleren Morgen- und Abendstunden verlegen.
  • Klimaanlagen nicht zu kalt einstellen. Der starke Temperaturunterschied von Innen- und Außenluft belastet den Kreislauf zusätzlich.
  • Atmungsaktive, lockere Kleidung, z. B. aus Leinen oder Baumwolle tragen. Bei Kunstfasern staut sich die Hitze unter dem Gewand.
  • Erfrischt: Arme bis zum Ellenbogen bzw. Füße in kühles Wasser tauchen.
  • Ausreichend trinken! Vor allem, wenn entwässernde Arzneien geschluckt werden. Mit dem Arzt die Flüssigkeitsmenge abstimmen - ein Zuviel wirkt sich mitunter ebenfalls auf ein schwaches Herz negativ aus.

Da Hitze den Blutdruck durch Erweiterung der Gefäße senkt, kann dieser Effekt verstärkt werden, wenn Patienten Medikamente gegen Bluthochdruck nehmen, wie Univ.-Prof. Dr. Martin Schillinger von der Wiener Privatklinik zu bedenken gibt. Dann ist es oft erforderlich, unter ärztlicher Anweisung die Dosis anzupassen.

Eva Rohrer, Kronen Zeitung

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