Internetapotheken

EU will Arzneifälschern das Handwerk legen

Web
28.04.2010 09:58
Mit Sicherheitsmerkmalen und Qualitätssiegeln für Internetapotheken will die EU Medikamentenfälschern im Web das Handwerk legen. Der Gesundheitsausschuss des EU-Parlaments beschloss am Dienstag einen entsprechenden Kommissionsvorschlag. Die für Juni geplante Verabschiedung im Parlament gilt damit nur noch als Formsache.

Die wichtigsten neuen Regeln: Jede verschreibungspflichtige Arzneimittelpackung muss künftig mit europaweit einheitlichen Sicherheitsmerkmalen gekennzeichnet sein. Die Schachteln werden beim Verkauf gescannt, um sicherzustellen, dass es sich um das Originalprodukt handelt. Dies soll eine lückenlose Rückverfolgung der Präparate von der Tara bis zum Hersteller ermöglichen.

Für Internetapotheken wird ein Qualitätssiegel eingeführt. Das Logo wird von den nationalen Aufsichtsämtern autorisiert und soll auf der Homepage der Online-Apotheken erscheinen. Das Logo ist mit öffentlichen Listen verlinkt, damit sich niemand illegal damit schmückt.

Der sogenannte Pharma-Parallelhandel, bei dem Händler Medikamente in einem Mitgliedsstaat billig einkaufen und in einem anderen teurer verkaufen, bleibt in der EU zugelassen. Allerdings wird das Zerschneiden oder Öffnen von Tablettenblistern oder Flaschen untersagt.

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