Softwarepiraterie

Raubkopierer meist ohne schlechtes Gewissen

Web
27.04.2010 11:26
Jung, männlich, gebildet und ohne schlechtes Gewissen - so sieht der typische Softwarepirat laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid im Auftrag von Microsoft aus. Der Untersuchung zufolge ist jeder sechste deutsche PC-Besitzer schon einmal zum Raubkopierer geworden und hat kostenpflichtige Software für Freunde kopiert und weitergegeben. Ein "schlechtes Gewissen" hatten dabei 86 Prozent der Befragten allerdings nicht, wie es hieß.

Kopiert wird die Software zumeist von Männern. Die meisten sind demnach zwischen 14 und 29 Jahre alt (37 Prozent). 28 Prozent der Raubkopienutzer haben Matura oder einen Universitätsabschluss. Schüler führen den Angaben zufolge mit 38 Prozent die "Täter"-Liste der deutschen PC-Besitzer an, die schon einmal kostenpflichtige Software für Freunde kopiert oder weitergegeben haben.

Auch wenn der Umfrage nach schon ein Viertel der deutschen Computerbesitzer einmal eine Raubkopie auf dem Computer hatte, so heißt das doch nicht, dass das Prinzip des geistigen Eigentums nicht anerkannt würde, wie Microsoft weiter erklärte. 85 Prozent der Befragten würde es nämlich stören, wenn eigenes geistiges Eigentum wie Bilder, selbstkomponierte Lieder oder Blogeinträge weitergegeben würden.

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